Komet

    Aus WISSEN-digital.de

    (von griechisch: kometes, "Haarstern", auch Schweifstern)

    Datei:Rota0846.jpg
    Darstellung der Rotation des Halley´schen Kometen

    Ein Komet ist ein meteorartiger Himmelskörper, der in elliptischen (auch parabolischen oder hyperbolischen) meist exzentrischen Bahnen gegen die Ekliptik um die Sonne wandert. Die Umlaufzeiten bewegen sich zwischen 200 und vielen tausend Jahren. Kometen, die sich in parabolischen und hyperbolischen Bahnen um die Sonne bewegen, laufen ein Mal um diese herum und entfernen sich dann für immer von ihr.

    Der Komet stößt bei Annäherung an die Sonne Gase aus, die einen leuchtenden Schweif bilden. Mit bloßem Auge sichtbar ist z.B. der Halleysche Komet, der wohl bekannteste periodisch wiederkehrende Komet mit einer Umlaufzeit von 76 Jahren. Ende des 20. Jahrhunderts erlangte der Komet Hale-Bopp besondere Berühmtheit. Er wurde bereits 1995 zwischen Saturn und Jupiter entdeckt und konnte 1997 von Mitteleuropa aus beobachtet werden.

    Die drei Hauptbestandteile eines Kometen sind der Kern (Nukleus), das Koma (Gashülle) und der Schweif. Während der Kern mit einem Durchmesser von zehn bis 100 Kilometern relativ klein ist, sind für das Koma und den Schweif, riesige Gas- und Staubströme, Größenordnungen von über zehn Millionen Kilometern nicht ungewöhnlich. Der Kern enthält die Hauptmasse des Kometen, rund 1 000 bis 10 000 Tonnen. Davon sind zwei Drittel Gesteinsstaub und ein Drittel Eis und gefrorenes Ammoniak sowie Methan, Kohlendioxid und andere Gase. Nähert sich der Komet der Sonne an, beginnt die äußere Kernsubstanz zu verdampfen und setzt große Mengen Gasgemisch frei, das den Kern als kugelförmige Gaswolke umgibt, das Koma. Vom Koma strömt bei einigen Kometen - nicht alle Kometen haben einen Schweif - ein Teil des Gases in einem Schweif ab. Durch den Strahlungsdruck der Sonnenstrahlen ist der Schweif stets von der Sonne weggerichtet. Er kann zwischen 1 km und mehreren 100 Millionen km lang sein.

    Manche Kometen zeigen bei jeder Wiederkehr Zerfallserscheinungen und können sich schließlich ganz auflösen. Ihre Bestandteile bilden dann einen Meteoritenschwarm. Wenn dieser dann von der Erde gekreuzt wird, entsteht ein Schauer von Sternschnuppen.

    Bereits im Altertum bekannt, wurden Kometen in früheren Jahrhunderten oftmals als Vorboten schrecklicher Ereignisse, etwa Seuchen oder Naturkatastrophen, gedeutet.

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