Kolonialismus
Aus WISSEN-digital.de
auf Erwerb und Ausbeutung von Kolonien gerichtete Form der Außenpolitik, die besonders von den europäischen Mächten auf Grund militärischer und wirtschaftlicher Überlegenheit vom 15. bis in die Mitte des 20. Jh.s durchgeführt wurde. Die Formen der Kolonialpolitik Spaniens, Portugals, Frankreichs, Englands, Hollands, Belgiens, Deutschlands und Italiens waren zwar unterschiedlicher Prägung, verfolgten aber dennoch das gleiches Ziel: die Ausbeutung der Kolonien zum Nutzen des Mutterlandes.
Kaufleute aus Spanien und Portugal gründeten im 15. Jh. Handelskolonien in Übersee; England, Frankreich und die Niederlande folgten diesem Beispiel im 17. und 18. Jh.: Die Kolonien wurden militärisch gesichert und von den Mutterländern besiedelt (Neuseeland, Australien, Südafrika, Nordamerika). Die Kolonisatoren beuteten die Ureinwohner wirtschaftlich aus, unterdrückten und zerstörten ihre Kultur und bekehrten sie zum Christentum. Die Europäer gingen von der Vorstellung aus, dass die Ureinwohner minderwertiger seien als sie selbst.
Seit dem 16. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Millionen Menschen versklavt. Höhepunkt des Kolonialismus war die Zeit zwischen 1850 und den ersten Jahrzehnten des 20. Jh.s (Imperialismus), in der die Hälfte der Erdoberfläche zu europäischen Großmächten gehörte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als die kolonialisierten Gebiete ihre Unabhängigkeit erkämpften, setzte die Entkolonialisierung ein.
Die Ausbeutung und der geringe Ausbau der Infrastruktur hinterließ seine Spuren in den ehemaligen Kolonien, die beim Entlassen in die Unabhängigkeit nicht auf die zukünftige Selbstständigkeit vorbereitet waren. Der Kolonialismus ist eine der Hauptursachen für die Unterentwicklung der Länder der Dritten Welt und des Nord-Süd-Konflikts.
Kalenderblatt - 18. Juli
| 1922 | Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert. |
| 1930 | Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden. |
| 1949 | Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK). |
Magazin
- Digitale Betrugsmaschen 2026: Die größten Online-Betrugsformen und wie Sie sich wirksam schützen
- Die besten Webdesigner in Sachsen - worauf es ankommt und wer dazugehört
- Exoskelette: Wie intelligente Assistenzsysteme die Zukunft von Medizin, Pflege und Industrie verändern
- 4-Tage-Woche: Welche Auswirkungen hätte sie auf Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit?
- Zukunft des Einzelhandels: Kaufen Menschen bald nur noch online?
![[Hauptseite]](/extensions/SkinDarwin/wissen-digital/header.png)