Keilschrift

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    die mit einem Stichel keilförmig in Tontafeln, -prismen, -zylinder geritzte Schrift der Sumerer (seit dem Ende des 4. Jahrtausends) für Geschäftsvorfälle und Verwaltungsdokumente. Die Keilschrift wurde auch von den Akkadern, Assyrern, Elamitern, Churritern, Babyloniern, Persern und z.T. von den Ägyptern, Syrern, Hethitern, Chaldäern und anderen Völkern verwendet. Aus der Zeit um 3000 v.Chr. sind rund 1000 Keilschrift-Tafeln und -Fragmente erhalten. Es handelt sich um anfangs abstrakte Bildzeichen, die allmählich verschleifen und sich vereinfachen (unter Drehung um 30 Grad). Jedes Zeichen bedeutete zunächst einen konkreten Gegenstand oder Begriff, Zeichenkombinationen bedeuteten verwandte oder erweiterte Begriffe. Um die Mitte des 3. Jahrtausends erfolgte ohne Rücksicht auf die Bedeutung der Zeichen eine Umwandlung in phonetische Zeichen, die den Aufbau einer Grammatik und Literatur ermöglichten. Um 1500 v.Chr. wurden bedeutende Literaturdenkmäler besonders im dem sumerischen Nippur geschaffen. Die Keilschrift wurde Verkehrsschrift im gesamten Nahen Osten. Um 30 v.Chr. wurde sie von der aramäischen Schrift verdrängt. Die erste Entzifferung der zahlreichen aufgefundenen Schriftdenkmäler (tönerne Zylinder, Steintafeln mit Königsinschriften, tönerne Schreibtafeln, auf ihnen seit 2000 v.Chr. auch literarische Texte) begann mit den Arbeiten des deutschen Gymnasiallehrers Grotefend (1802).

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