Karl Adolf Eichmann

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher SS-Obersturmbannführer; * 19. März 1906 in Solingen, † 31. Mai 1962 in Ramle (Israel)

    Eichmann gilt als Symbolfigur für den Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft. Er trat 1932 der NSDAP und der SS (Schutzstaffel) bei. Als "Judenreferent" des SS-Reichssicherheitshauptamts war er als Organisator führend an der Deportation von Millionen von Juden in die Vernichtungslager beteiligt (vergleiche Holocaust). Nach Kriegsende konnte er aus amerikanischer Gefangenschaft nach Argentinien fliehen; er wurde dort von israelischen Geheimagenten aufgespürt und nach Israel entführt, wo er 1961 als einer der Hauptverantwortlichen für die Ermordung von etwa sechs Millionen Juden zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

    Kalenderblatt - 20. Juli

    1932 Reichskanzler Papen setzt die Regierung in Preußen ab, der letzten sozialdemokratischen Bastion in der Weimarer Republik.
    1944 Das Attentat auf Adolf Hitler (so genannter Zwanzigster Juli) schlägt fehl. Einer der Anführer des Putschversuchs, den nur wenige der Verschwörer überleben sollen, ist Graf von Stauffenberg.
    1954 Nach dem Fall des französischen Stützpunkts Dien Bien Phu gibt man in Frankreich den Krieg in Indochina für verloren und einigt sich mit den Viet-Minh auf einen Waffenstillstand.