Kühlzellen haben Einfluss auf unseren Lifestyle

    Aus WISSEN-digital.de

    Kühlzelle
    Der Griff in den Kühlschrank ist für uns selbstverständlich. Ob Milchprodukte, Gemüse oder ein frisches Getränk, ohne Kühlung wären unsere Vorräte viel geringer. Denn verderbliche Nahrungsmittel müssten fast täglich frisch besorgt werden, Eis oder langfristig haltbare Frischwaren könnten wir fast gar nicht lagern. Ein Kühlschrank ist deshalb nicht nur Vorratsschrank, er macht auch bequem, spart Zeit und animiert zum Überfluss. Wir kaufen Dinge, von denen wir noch gar nicht wissen, wann wir sie essen möchten.

    Ohne Kühlzelle mit Aggregat schrumpft das Angebot

    Das gilt in umso größerem Maße für gewerbliche Kühlschränke und größere Kühlzellen. Ob im Supermarkt oder im Restaurant: ohne Kühlung wäre das Angebot wesentlich geringer. Statt nach belieben einkaufen zu gehen, müssten wir uns auf die Frischwaren beschränken, die ein gelegentlicher Wochenmarkt bietet. In der Gastronomie wäre das Angebot von Fleisch und Fisch ohne Kühlzellen viel kleiner und seltener, nur noch saisonales Gemüse stünde auf der Speisekarte. Konditoreien und Molkereien hätten ohne Kühlaggregate ein geringeres Angebot, ohne Kühlzellen könnten Metzgereien oder Eisdielen gleich ganz schließen.

    Gewerbliche Kühlzellen oder die Entdeckung der Langsamkeit

    Kühlaggregate haben erheblichen Einfluss auf unsere Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten. Wie gelingt es einer solchen Kühlzelle eigentlich, die Genussfähigkeit unserer Lebensmittel so nachhaltig zu verlängern? Das Ziel eines Kühlaggregats im Nahrungsmittelbereich ist meist, durch eine Senkung der Temperatur chemische Zersetzungsreaktionen von Organismen zu verlangsamen.

    Was unterscheidet einen Kühlschrank von einer Kühlzelle?

    Während Haushaltskühlschränke überwiegend elektrisch eine Kühltemperatur von 2 bis 10 Grad erreichen, werden gewerbliche Kühlzellen elektrisch oder mit Gas betrieben. Sie können und zwischen -5 und +12 Grad kühlen. Dabei handelt es sich entweder um größere oft begehbare Schränke mit eigenem oder externen Kühlaggregat. Oder ganze Räume werden als Kühlzellen mit Aluregalen oder Aufhängungen eingerichtet, isoliert, gefliest und gekachelt sowie mit einem separaten Kühlaggregat ausgestattet. Wichtig dabei ist, dass es sich um ein geschlossenes Kühlsystem mit konstanter Raumtemperatur handelt. Wärmebrücken über Türen oder Fenster müssen vermieden, Kondenswasser abgeleitet werden.

    Wie wird die Raumtemperatur gekühlt?

    Kühlzellen arbeiten ähnlich wie Wärmepumpen: ein gasförmiges Kältemittel wird von einem Kompressor verdichtet und dadurch erwärmt. Daraufhin kondensiert das Kältemittel in einem Verflüssiger und gibt dabei Wärme mit hoher Temperatur ab. Das nun flüssige Kältemittel wird zu einem Drosselorgan geleitet, das seinen Druck reduziert. In einem Verdampfer nimmt das Kältemittel durch Verdampfen wieder Wärme – etwa aus dem Kühlraum – auf. Der Kompressor saugt das verdampfte Kältemittel wieder an und schließt den Kühlkreislauf.

    Gewerbliche Kühlzellen mit verschiedenen Aggregaten

    Das Kältemittel entzieht dem Kühlraum also Wärme, indem es durch den Kompressor verdichtet, seinen Aggregatzustand zwischen Gas und Flüssigkeit ändert, und dabei die aufgenommene Wärme über einen Kondensator an die Umwelt abgibt. Kühlaggregate gibt es in gewerblichen Kühlzellen als Huckepack-Aggregate an der Wand, als Deckenstopfer in der Kühlzellendecke und als Splitanlagen, bei denen Motor und Verdampfer innerhalb und außerhalb der Kühlzelle getrennt sind. Splitanlagen haben den Vorteil, dass die Motorgeräusche des Kompressors innerhalb der Kühlzelle gedämpft werden, während der Kondensator die Wärme außerhalb der Kühlzelle abgeben kann.

    Wovon hängt der Energiebedarf von Kühlzellen ab?

    Der Energiebedarf einer Kühlzelle ergibt sich aus der gewünschten Kühltemperatur, ihrer Größe und der Qualität ihrer Isolierung. Von der regelmäßigen Reinigung des Kondensators mit Druckluft hängt ab, mit welchem Energieaufwand der Kompressor arbeiten muss, um die gewünschte Kühlleistung zu erbringen. Verdampfer, Abfluss und Türdichtung müssen ebenfalls gewartet werden, damit eine Kühlzelle nicht zum Energiefresser wird. Mittlerweile werden nur noch FCKW-freie zertifizierte Kühlflüssigkeiten wie Tetrafluorethan R-134a/1430 eingesetzt, die für Lebensmittel und Umwelt unbedenklich sind.

    Professionelle Beratung für gewerbliche Kühlzellen ist hilfreich

    Bei der Entscheidung für eine gewerbliche Kühlzelle sollte jeder Gastronom oder Einzelhändler professionelle Hilfe von erfahrenen Experten wie Kälte-Berlin in Anspruch nehmen. Denn bei der Konstruktion und der Wahl der Kühlzelle mit dem passenden Aggregat spielen viele Details wie die beabsichtigte Nutzung, die Öffnungsfrequenz oder die Umgebungstemperatur ebenso eine Rolle, wie technische Spezifikationen. Es handelt es sich nicht nur um eine Investition im vierstelligen Bereich, auch die Unterhaltskosten, Geräuschentwicklung oder räumliche Voraussetzungen sind wichtig, um sich am Ende über die Kühlzelle freuen zu können. Der Gang in die Kühlzelle soll schließlich so einfach und selbstverständlich sein, wie wir es bei unserem Kühlschrank gewohnt sind.

    Copyright Bild: © Grispb / fotolia.de



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 15. Oktober

    1815 Ankunft Napoleons I. am Ort seiner zweiten und endgültigen Verbannung, der Insel St. Helena im mittleren Atlantik.
    1894 Verhaftung des französischen jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus unter Anklage des Hochverrats. Die Affäre um ihn führt zu schweren Erschütterungen der Dritten Republik.
    1923 Die deutsche Reichsregierung ergreift erste Maßnahmen zur Überwindung der Inflation, nachdem auf den Devisenbörsen ein Dollar vier Milliarden Mark kostet.