Frank Capra

    Aus WISSEN-digital.de

    US-amerikanischer Filmegisseur; * 18. Mai 1897 in Bisacquino, Sizilien (Italien), † 3. September 1991 in La Quinta, Kalifornien (USA)

    Der gebürtige Italiener kam im Alter von sechs Jahren nach Kalifornien; sein Vater arbeitete als Obstpflücker. Nach Ingenieurstudium und Militärdienst begann Capras Hollywood-Karriere als Gag-Schreiber für Produzent Hal Roach, danach für den Komiker Harry Langdon. Schließlich landete Capra bei den Columbia-Studios und begann dort seine Regiearbeiten, die ihm einen Platz unter den größten Regisseuren aller Zeiten sichern sollten.

    Streifen wie "Ladies of Leisure" (1929), "The Miracle Woman" (1931), "The Bitter Tea of General Yen" (1933) und "Lady für einen Tag" (1933) markieren seinen Aufstieg. "Es geschah in einer Nacht" (1934) war der erste Film, der alle fünf wichtigsten Oscars gewann; Capra wurde als bester Regisseur geehrt. Er gewann zwei weitere Oscars für Beste Regie, für "Mr. Deeds geht in die Stadt" (1936) und "Lebenskünstler" (1938), für letzteren Film erhielt er außerdem als Produzent den Oscar.

    Nach der Regie von "In den Fesseln von Shangri-La" (1937) und "Mr. Smith geht nach Washington" (1939) verließ er die Columbia and ging zu Warner Brothers. "Hier ist John Doe" (1941) und die schwarze Komödie "Arsen und Spitzenhäubchen" (1944) mit Cary Grant - eine seiner bekanntesten Arbeiten - waren das Ergebnis.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Capra als Oberst gedient hatte, gründeten Capra, George Stevens und William Wyler die Produktionsfirma Liberty Pictures. Sie produzierte unter anderem "Ist das Leben nicht schön?" (1947) und "Der Beste Mann" (1948). Beide Filme waren kommerzielle Flops, gehören heute aber zu Capras beliebtesten. Leider waren sie auch die letzten seiner großen Filme. Obwohl "Eine Nummer zu groß" (1959) und "Die unteren Zehntausend" (1961) durchaus erfolgreich waren, waren sie gleichzeitig auch Hinweise darauf, dass seine größten Tage hinter ihm lagen.

    Capras Spezialität waren Screwballkomödien ebenso wie Filme, die ein Loblied auf den untrüglichen politischen Instinkt des "einfachen Mannes" singen. Sein Erfolg beruhte auch auf der Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Robert Riskin.