Fememorde

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    politische Morde, die von Geheimgesellschaften und illegalen Gerichten ausgeführt werden. Der Begriff Feme stammt aus dem Mittelalter; Feme-Gerichte urteilten dort in geheimen Verfahren über Mord und Raub. Zu den Fememorden zählen z.B. die politischen Morde in Deutschland, die nach 1919, besonders 1923, von rechtsradikalen Verbänden ausgingen. Opfer waren u.a. liberale Politiker der Weimarer Republik (z.B. Matthias Erzberger, Walter Rathenau). Mit Duldung der Reichswehrführung setzte sich die Tradition der Fememorde in der illegalen "Schwarzen Reichswehr" fort. - Heute auch Bezeichnung für Morde durch radikale Untergrundorganisationen der Palästinenser (PLO, Hamas).

    Kalenderblatt - 23. April

    1980 Im so genannten zweiten Kohle-Strom-Vertrag verpflichten sich die deutschen Stromversorger zur Abnahme der heimischen Steinkohle. Ziel der Vereinbarung ist neben dem Verzicht auf überflüssige Importe die Sicherung von 100 000 Arbeitsplätzen.
    1990 Karl-Marx-Stadt erhält wieder den Namen Chemnitz. Anlass dazu gab eine Bürgerbefragung, bei der 76 % der Einwohner dafür stimmten.
    1998 Internationale Fluggesellschaften dürfen künftig Nordkorea überfliegen.