Fehde

    Aus WISSEN-digital.de

    im Mittelalter gewaltsame Selbsthilfe als Rechtseinrichtung (später neben dem Gerichtswesen), erwachsen aus der germanischen Sitte des Rechtsschutzes bzw. der Sühneerzwingung als einer Angelegenheit des Einzelnen und seiner Sippe (erst in zweiter Linie der übergeordneten Gemeinschaft). Die Fehde setzte "gute" Gründe und ritterliche Haltung voraus und unterlag bestimmten Regeln (Fehderecht; z.B. Ankündigung durch Fehdebrief drei Tage im Voraus) und Beschränkungen (Einhalten des Gottesfriedens, Schonung von Schwerkranken, Kaufleuten usw.); Beendigung durch die Urfehde.

    Praktisch artete das Fehdewesen in die willkürliche Herrschaft des Faustrechts und damit in allgemeine Anarchie aus, der erst der Ewige Landfriede von 1495 juristisch ein Ende machte.

    KALENDERBLATT - 21. Juli

    1726 Friedrich der Große gewinnt die Schlacht bei Burkersdorf gegen Österreich, obwohl sein Bündnispartner Russland im Moment des Angriffs den Rückzugsbefehl erhält, da Katharina II. nach dem Sturz des Zaren das Bündnis gelöst hat.
    1906 Zar Nikolaus II. lässt die erste Reichsduma nach bloß zehn Wochen auflösen, obwohl er 1905 versprochen hatte, alle Gesetze von der Duma abhängig zu machen.
    1969 500 Millionen Fernsehzuschauer sind weltweit dabei, als der amerikanische Astronaut Neil Armstrong um 3.56 Uhr Mitteleuropäischer Zeit aus seiner Landefähre "Eagle" aussteigt und als erster Mensch den Mond betritt.



    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!