Fehde

    Aus WISSEN-digital.de

    im Mittelalter gewaltsame Selbsthilfe als Rechtseinrichtung (später neben dem Gerichtswesen), erwachsen aus der germanischen Sitte des Rechtsschutzes bzw. der Sühneerzwingung als einer Angelegenheit des Einzelnen und seiner Sippe (erst in zweiter Linie der übergeordneten Gemeinschaft). Die Fehde setzte "gute" Gründe und ritterliche Haltung voraus und unterlag bestimmten Regeln (Fehderecht; z.B. Ankündigung durch Fehdebrief drei Tage im Voraus) und Beschränkungen (Einhalten des Gottesfriedens, Schonung von Schwerkranken, Kaufleuten usw.); Beendigung durch die Urfehde.

    Praktisch artete das Fehdewesen in die willkürliche Herrschaft des Faustrechts und damit in allgemeine Anarchie aus, der erst der Ewige Landfriede von 1495 juristisch ein Ende machte.

    KALENDERBLATT - 29. Mai

    1453 Die Türken erstürmen Konstantinopel, das Tor zu Europa.
    1953 Der neuseeländische Bergsteiger Sir Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norkay erreichen als erste Menschen den nahezu 8 900 Meter hohen Gipfel des Mount Everest, des höchsten Berges der Welt.
    1974 Israel und Syrien einigen sich auf ein Abkommen zur Truppenentflechtung auf den Golanhöhen und auf eine Waffenruhe.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!