Ernst Barlach

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Bildhauer, Grafiker und Dichter; * 2. Januar 1870 in Wedel (Holstein), † 24. Oktober 1938 in Rostock

    führender Bildhauer, Grafiker und Dichter des Expressionismus.

    Kurzbiografie

    Datei:Barlach e.jpg
    Ernst Barlach; Selbstporträt

    Barlach war Schüler von R. Diez an der Dresdner Kunstakademie. Zwischen 1895 und 1897 hielt sich Barlach zwei Mal längere Zeit zu Studienzwecken in Paris auf, lebte dann in Berlin (1899 bis 1901), in Wedel (1901 bis 1904) und wurde Lehrer der Keramik-Fachschule in Höhr im Westerwald. Zwischen 1897 und 1899 schuf Barlach figürliche Arbeiten für die Rathäuser in Hamburg und Altona.

    Zwischen 1898 und 1902 arbeitete er als Zeichner für die Zeitschrift "Jugend". Eine Reise nach Russland 1906 hatte entscheidenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung. Seit 1910 lebte Barlach in Güstrow in Mecklenburg.

    1919 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste und 1925 Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie. 1924 erhielt er den "Kleist-Preis". Von den Nationalsozialisten wurde Barlach in die Reihe "entarteter Künstler" gestellt, zahlreiche seiner Werke wurden zerstört.

    Künstlerische Leistung

    Als Bildhauer gelangte Barlach zu einem eigenen Stil von großer, mitreißender Ausdruckskraft. Vor allem seine Bildwerke in Holz zeigen in einer strengen, geschlossenen Form die leidgeprüfte Erdgebundenheit des Menschen. Oft stellte er Menschen aus dem russischen Volk dar.

    Als Grafiker schuf Barlach Holzschnitte und Lithografien, mit denen er auch seine eigenen Dichtungen illustrierte.

    Ernst Barlach schrieb sieben Dramen, zwei unvollendete Romane und zahlreiche kleinere autobiografische Schriften (Autobiografie: "Ein selbsterzähltes Leben", 1928). Eines seiner Grundmotive war die Frage nach dem Verhältnis zwischen Vater und Sohn.

    Werke

    "Ekstatiker" (Holzplastik, 1916, Zürich, Kunsthalle); "Die gefesselte Hexe" (1926); "Die Verlassenen" (früher Berlin); "Der Beter"; Ehrenmal im Dom zu Güstrow (heute in Köln); "Geistkämpfer" an der Universitätskirche Kiel (1928) u.a.

    Grafische Zyklen: "Die Wandlungen Gottes"; "Walpurgisnacht".

    KALENDERBLATT - 24. Juli

    1923 Der Friede von Lausanne revidiert den Friedensvertrag von Sèvres (10. August 1920), durch den die Türkei fast alle europäischen Gebiete an Griechenland verloren hatte.
    1929 Japan hinterlegt als letzter Unterzeichnerstaat die Ratifikationsurkunde des Kellogg-Paktes. In ihm wird der Krieg als Mittel zum Lösen internationaler Streitfälle verurteilt und die friedliche Beilegung angestrebt.
    1939 Frankreich, England und Russland unterzeichnen einen Beistandspakt, der aber schon einen Monat später durch den Hitler-Stalin-Pakt jede Wirksamkeit verliert.



    Olé, olé, olé olé!

    Sie kennen sich aus im grenzenlosen Reich von König Fußball? Na, dann schießen Sie mal los ...
    Jetzt quizzen!