Deutsch-Französischer Krieg

    Aus WISSEN-digital.de

    Als Ursachen dafür gelten die von Frankreich als Herausforderung angesehene Politik Bismarcks, unter preußischer Führung die deutsche Einheit zu verwirklichen, auf der Gegenseite Napoleons III.; Prestige- und Kompensationspolitik und die französische Furcht vor einer preußisch-deutschen Hegemonie in Europa. Auslösung durch die "einkreisende" hohenzollernsche Thronkandidatur in Spanien sowie Bismarcks Veröffentlichung der Emser Depesche im Juli 1870. Kriegserklärung Frankreichs an Preußen, auf dessen Seite wider französisches Erwarten die süddeutschen Staaten traten. Unter Moltkes Oberleitung deutsche Siege bei Wörth, Spichern; Armee Bazaines nach deutschen Siegen bei Colombey-Nouilly, Mars-la-Tour, Gravelotte und St. Privat in Metz eingeschlossen und im Oktober zur Übergabe gezwungen. Armee MacMahons am 2. September bei Sedan geschlagen, Napoleon III. gefangen genommen. Danach Einschließung von Paris, Abwehr der französischen Entsatzarmeen. Brechung des "nationalen Widerstands" der 3. Republik (Gambetta); Januar 1871 Übergabe von Paris, Vorfriede von Versailles Februar 1871, endgültiger Abschluss im Frankfurter Frieden.

    Ergebnis: deutsche Einheit im Sinne Bismarcks verwirklicht; Abtretung von Elsass und Lothringen; französische Reparationszahlungen; Krönung Wilhelms I. von Preußen zum deutschen Kaiser; französische Vormachtstellung in Europa gebrochen; Belastung der europäischen Politik durch das Aufsteigen der neuen Großmacht Deutschland und durch französische "Revanche"-Gedanken.

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