David Hume

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    Datei:Hume0554.jpg
    David Hume; Gemälde

    schottischer Philosoph; * 7. Mai 1711 in Edinburgh, † 25. August 1776 in Edinburgh

    führender Geist der englischen Aufklärung;

    Seine Ausbildung erhielt Hume im Jesuitenkolleg La Fleche in Reims; als Gesandtschaftssekretär in Wien und Paris gelangte er in unmittelbare Verbindung zur Politik des beherrschenden Machiavellismus.

    Sein Gedankengebäude begründete er als Vertreter eines extremen Empirismus allein auf der Erfahrung. Die konsequente Fortführung seiner Ideen – eines romgegnerischen Staatsabsolutismus, der humanitären Aufklärung und einer nur formalen Gottesverehrung – musste für Hume in eine skeptische Ablehnung aller Metaphysik münden.

    Da der Mensch lediglich eine Vorstellung von den Dingen besitzt, diese aber nicht kennt, weil die Sinne täuschen und weil Begriffe, die über die Erfahrung hinausgehen, ohne Substanz sind, sprach Hume dem Gottesbegriff und Gottesglauben einzig den Rang eines psychologischen Erfordernisses zu. Als Staatsmann bejahte Hume das Christentum als pädagogische Macht, ohne die ein Volk das Opfer revolutionierender Ideologien werden müsse; er hat die Wahrheit dieser Erkenntnis, die sich in der Französischen Revolution erwies, nicht mehr erlebt. Als Historiker hat Hume die englische Geschichtsschreibung wesentlich beeinflusst; sein großes Geschichtswerk führt von der Invasion Cäsars in Britannien bis zum Jahre 1688.

    Hauptwerk: "Untersuchung über die Prinzipien der Moral" (1751); "Untersuchung über den menschlichen Verstand".

    Zitat
    D. Hume: Die Menschen sind zu allen Zeiten und an allen Orten ungefähr dieselben, so dass die Geschichte uns darüber nichts Neues oder Fremdes mitteilt.

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