Cäsarismus

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    Regierungsform nach dem Vorbild Gaius Julius Cäsars. Herrschaftsform, in der die unbeschränkte politische Macht in den Händen eines Einzelnen liegt, der nicht einer legitimen Dynastie entstammt (Legitimismus), sondern sich durch einen Staatsstreich des Thrones bemächtigt hat. Der zivile oder militärische Führer wird durch das Heer oder Anhängerschaft im Volk gestützt. Die Herrschaftsform tritt meist im Gefolge von Staatskrisen oder revolutionären Wirren auf, begünstigt durch den allgemeinen Wunsch nach Frieden und Ordnung. Der Cäsarismus bedient sich meist der verfassungsmäßigen Formen; zu seinen politischen Mitteln gehören Volksabstimmungen (Plebiszite) und Scheinparlamente. Eine Spielart des Cäsarismus ist z.B. der Bonapartismus.

    Kalenderblatt - 13. April

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    1784 Uraufführung des bürgerlichen Trauerspiels "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller.
    1940 Cornelius "Dutch" Warmerdam gelingt es im amerikanischen Berkeley, die damalige Rekordhöhe von 4,57 Metern mit Hilfe eines Bambusstabs zu überspringen.