Bernhard von Clairvaux

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    Mystiker, Zisterzienserabt und Kirchenlehrer; * um 1091 auf Schloss Fontaines bei Dijon, † 20. August 1153 in Clairvaux


    Heiliger; genannt: "Doctor mellifluus" (honigfließender Lehrer); bedeutender Kirchenlehrer des 12. Jahrhunderts.

    Bernhard stammte aus burgundischem Adel und trat 1112 zusammen mit 30 Gefährten in das Kloster von Citeaux, das Stammkloster der Zisterzienser (nach ihm auch Bernhardiner genannt), ein. Er hatte sich bereits beachtliche wissenschaftliche Bildung angeeignet und beschäftigte sich nun mit den Kirchenvätern und der Scholastik. 1115 beauftragte ihn der Abt von Citeaux, Stephan, mit zwölf weiteren Mönchen in der Champagne das Kloster Clairvaux-sur-Aube zu gründen. Das Kloster erfreute sich, auch dank Bernhards herausragender Persönlichkeit, eines solchen Ansturms von Novizen, dass es bald nötig wurde, weitere Klöster zu gründen.

    Bernhard prägte nicht nur wesentlich den Zisterzienserorden - fast 70 neue Klöster hat er gegründet -, der bedeutende Theologe und Prediger war auch Ratgeber der Päpste und Fürsten ("ungekrönter König im Abendland"), die er zum Kreuzzug aufrief. Außerdem ist ihm die Begründung einer tiefen Christusmystik (Gegner Abälards) mit dem Auftrag zur Predigt und Werken der Liebe zuzuschreiben, von weitreichendem Einfluß auch auf die Reichsentwicklung.

    Heiligsprechung: 1174, Erhebung zum Kirchenlehrer: 1830; Fest: 20. August.

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