Amerigo Vespucci

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    italienischer Seefahrer; * 9. März 1451 in Florenz, † 22. Februar 1512 in Sevilla

    Amerigo Vespucci

    unternahm 1497-1504 mehrere Reisen nach Südamerika, das er als Erster als selbstständigen Kontinent erkannte. Auf der 1507 erschienenen Weltkarte des deutschen Kosmographen Martin Waldseemüller tauchte zum ersten Mal als Benennung des Südteils des neu entdeckten Kontinents im Westen des großen Weltmeeres das Wort Amerika nach Vespuccis Vornamen auf. Vespucci war allerdings nur bei den Vorbereitungsarbeiten zu den Fahrten des Kolumbus beteiligt gewesen. Als gebürtiger Florentiner und als Schreiber im Handelshause der Medici beschäftigt, reiste er nach Spanien, dem klassischen Ausgangsland der Entdeckungen. Durch die Erfolge des Kolumbus angeregt, unternahm er 1497 selber eine Fahrt nach der Neuen Welt und landete, nach seinen eigenen, unbewiesenen Angaben, in Honduras, das nach anderen Nachrichten erst 1502 durch Kolumbus entdeckt wurde. Seine zweite Fahrt machte er 1499 zusammen mit Alonso de Hojeda nach Südamerika und segelte an der Ostküste entlang von der Mündung des Essequibo bis zur Halbinsel Guajira. Am bekanntesten wurde er durch seine 1501 im Auftrag von Don Manuel von Portugal unternommene Fahrt nach Brasilien. Dadurch, dass er über seine Reisen an namhafte Persönlichkeiten - so an Lorenzo di Medici und an den Florentiner Soderini - Berichte schrieb, die später von Waldseemüller im Anhang zu seinem "Cosmographicus liber" und im "Mundus Novus" veröffentlicht wurden, hielt man ihn für den eigentlichen Entdecker Amerikas. Ungeachtet dessen, dass der Irrtum bald berichtigt wurde, setzte sich die Bezeichnung Amerika allmählich für das Neue Land, die Neuen Inseln durch, zu denen Kolumbus als erster vorgedrungen war.


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