Lorenzo il Magnifico Medici

    Aus WISSEN-digital.de

    Florentiner Stadtherr und Bankier; * 1. Januar 1449 in Florenz, † 8. April 1492 in Careggi

    bedeutendster Medici.

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    Lorenzo de Medici; Porträt

    1469 heiratete er Clarice Orsini. Kurze Zeit später wurde Lorenzo Medici mit seinem Bruder Giuliano zum Stadtherrn von Florenz gewählt.

    Lorenzo war ein genialer Finanzpolitiker. Fürsten aus ganz Europa kamen zu ihm, um sich Geld zu leihen. Als Mäzen war er ebenso berühmt wie als Bankier. Lorenzo verhalf Florenz zu höchster Blüte: Er stiftete viele Bauten, förderte Künstler, unter anderem Michelangelo und Botticelli und legte Sammlungen an. Zu seinen Freunden zählten die Philosophen Marsilio Ficino und Pico della Mirandola sowie der Lyriker und Humanist Poliziano.

    Lorenzo hatte aber auch Feinde: Die Pazzi, eine der einflussreichsten Familien in Florenz, sponnen zusammen mit Papst Sixtus IV. eine Intrige, um die beiden Brüder zu stürzen und die Familie der Medici um ihren Einfluss zu bringen. Giuliano wurde am 26. April 1478 während des Hochamts im Dom von Florenz ermordet, Lorenzo von Priestern verwundet. Das Volk hielt jedoch zu den Medici und rächte sich grausam: Viele der Pazzi wurden umgebracht, der Erzbischof selbst an einem Fenster des Signorienpalastes aufgehängt.

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    »Lorenzo de Medici zwischen A. Pucci und F. Sassetti«; Gemälde von Ghirlandaio (Florenz, Sassetti-Kapelle)

    Obwohl Lorenzos Regierungsweise immer selbstherrlicher wurde, blieb er sehr populär und ein angesehener Diplomat. Er schuf durch seine Bündnisse mit Mailand und Venedig eine friedliche Gleichgewichtspolitik in Italien.

    Drei seiner Söhne machten später von sich reden: Giovanni wurde als Leo X. Papst. Piero folgte seinem Vater Lorenzo 1492 im Amt des Stadtherrn, wurde aber zusammen mit seinen Brüdern gestürzt und verbannt und ertrank später auf der Flucht in einem Fluss. Der dritte Sohn von Lorenzo, Giuliano II., konnte 1512 nochmals die Macht in Florenz zurückerobern, zog sich aber bereits 1513 ins Privatleben nach Rom zurück.


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