Thermometer

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch)

    Gerät zur Messung der Temperatur unter Verwendung verschiedener physikalischer Effekte.

    Ausdehnungsthermometer

    Ausdehnungsthermometer beruhen auf der unterschiedlichen Temperaturabhängigkeit des Volumens von Körpern.

    Beispiele:

    Flüssigkeitsglasthermometer

    Eine Flüssigkeit, z.B. Quecksilber, dehnt sich anders aus als das Gefäß, z.B. Glas. Ausdehnung (Wärme) oder Zusammenziehung (Kälte) des Quecksilberfadens werden an der Thermometerskala abgelesen. Für sehr tiefe Temperaturen werden Weingeistthermometer, für sehr hohe Temperaturen Thermometer aus Quarzglas mit Gasfüllung über dem Quecksilber verwendet.

    Bimetallthermometer

    Sie bestehen aus einem Band aus zwei zusammengewalzten Metallstreifen mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten, das sich bei steigender Temperatur verbiegt. Die Krümmung wird durch einen Zeiger sichtbar gemacht.

    Dampfdruck-Feder-Thermometer

    Im nur teilweise mit Flüssigkeit gefüllten Fühlgefäß stellt sich ein der Temperatur entsprechender Dampfdruck ein.

    Thermoelemente

    Thermoelemente beruhen auf dem Seebeckeffekt: Zwei an der Mess-Stelle (durch Löten oder Schweißen) verbundene Drähte unterschiedlicher Materialien geben an den freien Enden (Vergleichsstelle) eine von der Temperaturdifferenz zwischen Mess- und Vergleichsstelle abhängige Urspannung (Thermospannung) ab; gebräuchliche Materialienpaarungen sind z.B. Kupfer-Konstanten, Nickeleisen-Nickel, Wolfram-Wolframmolybdän.

    Halbleiterthermometer

    Sie nutzen die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstandes, z.B. metallische Widerstände aus Platin, Halbleiterwiderstände mit positivem (Halbleiter) oder negativem Temperaturkoeffizienten (Heißleiter).

    Thermometerskalen

    Eine Thermometerskala ist eine Skala zum Ablesen der Temperatur. Der Gefrierpunkt des Wassers liegt bei 0 ºC(elsius), 0 °R(eaumur) oder 32 °F(ahrenheit); der Siedepunkt des Wassers bei 100 °C, 80 °R oder 212 °F.

    D. Fahrenheit (1686-1736), Erfinder des Quecksilberthermometers, entwickelte in Holland eine Wärmeskala von 180 Graden. Als tiefsten Kältepunkt wählte er minus 32 Grad, die tiefste Temperatur, die während des berüchtigten Eiswinters von 1709 in Danzig festgestellt worden war. In Frankreich vertrat der Amateurphysiker und Zoologe René A.F. de Reaumur (1683-1757) eine Skala von 80 Graden.

    A. Celsius teilte die Strecke zwischen Siede- und Gefrierpunkt von Wasser in 100 Einheiten (°C) ein.



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