Raubfische

    Aus WISSEN-digital.de

    als Raubfische bezeichnet man die unterschiedlichsten Arten von Fischen, die sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass sie sich nicht wie die so genannten Friedfische von pflanzlicher, sondern vornehmlich von tierischer Kost ernähren.

    Raubfische kann man in allen Meeren, aber auch im Süßwasser antreffen. Sie ernähren sich nicht nur von anderen Fischen, sondern erbeuten je nach Art und Größe auch Frösche, Molche, Wasservögel oder sogar Säugetiere.

    Wie in ihren Verbreitungsgebieten, so unterscheiden sich die verschiedenen Raubfische auch in ihrem Jagdverhalten grundlegend. Während einige wie etwa der Hecht (als Beispiel für einen Süßwasserfisch) oder die Muräne (als Beispiel für einen Salzwasserfisch) in Bodennähe nahezu unbeweglich auf ihre jeweilige Beute lauern, verfolgen manche Haiarten ihre Opfer kilometerweit, wobei sie von ihrem feinen Geruchssinn profitieren.

    Eine besondere Gruppe unter den Raubfischen stellen die so genannten Tiefseeangler dar; wie der Name schon vermuten lässt, erbeuten sie ihre Opfer mithilfe eines so genannten Angelorgans, an dessen Spitze sich als "Köder" ein Leuchtorgan befindet. Mit dem Angelorgan wird die Beute angesaugt und zum Maul des Fisches befördert.

    Die verschiedenen Raubfischarten sind in ihrem Jagdverhalten jeweils ideal an ihren Lebensraum angepasst. Daher unterscheiden sie sich auch im Aufbau ihres Gebisses stark voneinander. Die Kiefer sind meist kräftiger und die Zähne spitzer als bei Friedfischen. Raubfische sind dort, wo sie in der Natur vorkommen, wichtig für das ökologische Gleichgewicht und müssen keineswegs aggressiver sein als Friedfische.



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