DDR (EDV)

    Aus WISSEN-digital.de

    Abk. für: Double Data Rate, deutsch: doppelte Datenrate,

    Verfahren, das bei SD RAM-Speicherbausteinen eine Verdoppelung des Datendurchsatzes erlaubt. Diese neue Generation von SDRAMs kam zunächst als Grafikkartenspeicher zum Einsatz und ab Anfang 2001 auf neuen Motherboards.

    Die Daten werden sowohl zu Beginn als auch am Ende eines Taktzyklus gelesen (Nutzung der steigenden und fallenden Signalflanken). Möglich werden sehr hohe Datentransferraten (bis zu 2,1 GByte/s bei einem Front Side Bus von 133 MHz). Verglichen mit SDRAMs ließen sich diese auch als "Single Data Rate SDRAMs" (SDR-SDRAM) bezeichnen.

    Bezeichnungen für DDR-SDRAMs (auch: SDRAM II) sind aufgrund der Taktung des Front Side Bus PC200 bzw. PC266 (herkömmliche Bausteine tragen die Bezeichnung PC100 bzw. PC133). Üblich ist auch, die Speicherbausteine anhand der maximalen Datentransferrate mit PC1600 (1,6 GByte/s) bzw. PC2100 (2,1 GByte/s) zu bezeichnen. Es sind auf dem Motherboard jeweils 184 Kontaktstifte für den Einbau erforderlich.

    DDR-SDRAMs eignen sich sehr gut als Speicher für Prozessoren mit Taktfrequenzen größer als 1 GHz. Durch die zu erwartende annähernde Verdopplung des Datentransfers sind schnellere Grafiken, intensivere Spielabläufe sowie bessere Möglichkeiten für parallel ablaufende Jobs (z.B. Daten downloaden und Spiele ausführen, CDs brennen und fernsehen) zu erwarten.

    DDR-Speichermodule lassen sich nur in eigens auf sie abgestimmten Motherboards benutzen. Der Mikroprozessor Athlon und dafür geeignete Motherboard-Chipsätze unterstützen die DDR-Speichertechnologie.

    Eine leistungsfähigere Version der Module (als DDR2 bezeichnet) soll Übertragungsraten von bis zu 3,2 GByte/s ermöglichen.



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