Athlon

    Aus WISSEN-digital.de

    Bezeichnung für eine Familie neuer Prozessoren von AMD. In technischer Hinsicht ist die Leistungsfähigkeit der Athlon-Prozessoren den von Intel hergestellten Pentium III-Prozessoren ähnlich oder laut durchgeführten Leistungsmessungen sogar schneller und für Grafikanwendungen besser geeignet.

    Der AMD-Prozessor Athlon XP (Codename: Palomino) wird auf der Grundlage der 0,18 Mikrometer-Kupferprozess-Technologie gefertigt.

    Die Abkürzung "XP" soll dabei die erhöhte Leistungsfähigkeit der Prozessoren unter dem Betriebssystem Microsoft Windows XP dokumentieren.

    Die im Rahmen der True Performance Initiative (Abk.: TPI) eingeführte Bezeichnung XP bringt zum Ausdruck, dass der Taktzyklus nur ein Faktor ist, der zur Gesamtleistung beiträgt. Wesentlich ist die Menge der Arbeit, die ein Prozessor in einem gegebenen Taktzyklus verrichten kann, d.h. die tatsächliche Leistung eines Prozessors setzt sich aus dem Produkt aus Taktzyklus (in MHz) und Arbeit je Taktzyklus zusammen. Diese tatsächliche Leistung bewirkt die Geschwindigkeit, mit der eine Anwendung läuft.

    In den zurückliegenden Jahren war die Angabe der Taktfrequenz eine verlässliche Größe für die Prozessorleistung. Dies war möglich, da die meisten Hersteller die gleiche Architektur für das Produktdesign verwendeten und die Taktfrequenz dadurch auf einer relativ einheitlichen Bezugsgröße basierte. Mit der Bezeichnung XP wird nunmehr eine präzisere Einheit der Prozessorleistung bei Standardanwendungen definiert.

    Folgende Cache-Größen sind für den Athlon XP vorgesehen: Level-1-Cache (L1) mit 128 KByte und Level-2-Cache (L2) mit 256 KByte. Damit umfasst der Vollgeschwindigkeits-On-Chip-Cache-Speicher insgesamt 384 KByte.

    Die Versorgungsspannung für den Prozessor beträgt 1,75 Volt.

    Der Prozessor hat eine Gehäusegröße von 128 mm² und ein aus Fiberglas bestehendes Gehäuse (Organic Pin Grid Array, Abk: OPGA). Er benötigt auf dem Motherboard den Sockel A (Slot A), der die von AMD vorgegebenen Leistungsmerkmale erfüllen muss, d.h. gegebenenfalls müssen Änderungen an Werten der Bauelemente vorgenommen werden, wenn das jeweilige Motherboard nicht in der von AMD erstellten Zulassungsliste für den Athlon XP enthalten ist.

    Im Prozessor sind 37,5 Millionen Transistoren integriert.

    Der Athlon XP arbeitet auf der Grundlage der QuantiSpeed Architektur. Darunter ist zu verstehen:

    - eine neunfache, komplett pipelinegestützte superskalare Mikroarchitektur;

    - eine komplett pipelinegestützte superskalare Fließkommaeinheit;

    - der hardwareseitige Vorab-Datenzugriff (basierend auf dem ausgeführten Befehlsablauf werden Daten in den Cache-Speicher geladen, bevor der Prozessor sie benötigt);

    - exklusive und spekulative Translation Look-aside Buffers (Abk.: TLB, deutsch: Übertragungs-Vorgriffspufferspeicher), die das System während der Datenübertragung entlasten.

    Damit soll eine optimale Ausgewogenheit zwischen Arbeit je Taktzyklus und Frequenzskalierbarkeit gewährleistet werden. Den Endverbrauchern wird dadurch höchste Leistung in einem breiten Spektrum von anwendungsgestützten Leistungsvergleichen - z.B. in Produktivitätsdiagrammen, bei Audio-, Video- und Bildanwendungen, bei Spielen und 3D-Grafikprogrammen - geboten.

    Der Athlon XP besitzt einen verbesserten 266 MHz-Front-Side-Bus und den als 3DNow! bezeichneten - mit 52 neuen Befehlen - erweiterten Befehlssatz.

    Der Prozessor Athlon XP ist mit allen Windows-Betriebssystemen, allen Windows-gestützten Anwendungen sowie mit dem Linux-Betriebssystem und zugehörigen Anwendungen kompatibel.

    Die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Athlon-Prozessorfamilie sind:

    - der Mobile Athlon XP (mit 0,13 µm Prozesstechnologie und somit leistungsfähiger als die Vorgängermodelle)

    - der Athlon MP 2100+ (Hochleistungs-Multiprozessor für Server und Workstations, Kompatibilität zu Windows- und Linux-Betriebssystemen ist gewährleistet),

    - der Athlon XP 2200+ (erster Prozessor von AMD für Desktop-PCs mit 0,13 µm Prozesstechnologie), dieser Prozessor ist noch leistungsfähiger bei geringerem Stromverbrauch und kleinerer Chipfläche als seine Vorgänger, Kompatibilität zum AMD-Sockel A besteht.

    Zu erwarten sind Mehrwege-Prozessoren für Server und Workstations mit der Bezeichnung "AMD Opteron" und den Merkmalen:

    - Möglichkeit des Betreibens von sowohl 32-bit- als auch 64-bit-Anwendungen

    - integrierter Speicher-Controller (Erweiterung der Speicher-Bandbreite)

    - HyperTransport-Technologie (Erhöhung des Datendurchsatzes und Senkung der Latenzzeiten, Ermöglichung eines lückenlosen Multiprocessing).



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