Chor (Architektur)

    Aus WISSEN-digital.de

    Der Chor des gotischen Veitsdoms in Prag

    In den mittelalterlichen Kirchen wurde für den Chor als Ort für Gesang und Gebet der Geistlichen als Verlängerung des Längsschiffes hinter dem Querschiff ein besonderer Raumabschnitt geschaffen. Der Chor ist durch die Apsis (rund oder polygonal) oder auch einen geraden Schluss begrenzt. Eine Bereicherung der Form ist durch Nebenchöre möglich, indem an den Chor rechts und links Nebenräume angebaut wurden (Zellenchor; beim Staffelchor sind die Nebenchöre gestuft kürzer als der Hauptchor), indem auch die Seitenschiffe über das Querschiff hinaus fortgesetzt wurden und je eine Apsis erhielten (häufig der Dreiapsidenchor). Ist der Chor schmaler als das auf ihn zulaufende Schiff, spricht man von einem eingezogenen Chor. Meist liegt der Chor im Osten des Kirchenbaus; sie können einen zweiten im Westen erhalten, solche Doppelchoranlagen kennt v.a. die karolingische (Hildesheim, St. Michael) und ottonische Kunst (Bamberger Dom).

    Architektonisch ist der Chor im Inneren durch einen Triumphbogen hervorgehoben, der ihn vom Langhaus oder der Vierung trennt. Häufig, v.a. bei vorhandenen Krypten, ist der Chor durch Stufen gegenüber dem Langhaus erhöht. Die Dreikonchenanlage ist so gestaltet, dass Langhaus und Querhaus in gleich große Apsiden münden (Marburg, Elisabethkirche).



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