Alfred Kubin

    Aus WISSEN-digital.de

    österreichischer Maler und Schriftsteller; * 10. April 1877 in Leitmeritz, Böhmen, † 20. August 1959 in Zwickledt bei Wernstein am Inn

    »Die Hypnotisierung des des sterbenden Herrn Waldemar«

    Kubin studierte in München Malerei. In seinem künstlerischen Schaffen beschränkte er sich fast ausschließlich auf die Grafik und entwickelte v.a. die Federzeichnung zu einer ihm gemäßen Ausdrucksform, die er auf die Lithografie übertrug. In dünnen Linien umrissene Gestalten, Räume und Landschaften sind nur in Andeutung erkennbar, denn sie sind eingesponnen oder verdüstert von Schraffuren, deren lockere Striche oft das ganze Blatt bedecken. Diese spukhafte und rätselvolle Atmosphäre herrscht in den Illustrationen zu Werken von E.T.A. Hoffmann, E.A. Poe, Dostojewski und Strindberg. Neben zahlreichen Einzelblättern entstand eine Reihe von Mappenwerken, z.B. "Ein Totentanz" (1925), "Dämonen und Nachtgesichte" (1926), "Abenteuer einer Zeichenfeder" (1941). Dasselbe fantastisch-unheimliche Erlebnis der Wirklichkeit ist Thema seines Roman "Die andere Seite" (1909) und der Autobiografie "Dämonen und Nachtgesichte" (1959).



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