Wissenschaftliches Arbeiten - Der Weg zur guten Bachelor- und Masterarbeit

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    Zahlreichen Studenten graut es vor der Abschlussarbeit. Ob Bachelor oder Master, die Erstellung der Arbeit erfordert viel Zeit und außerdem Know-How. Schließlich gilt es einem wissenschaftlichen Anspruch gerecht zu werden und zugleich die Erwartungen des Betreuers zu erfüllen. Doch keine Angst, jeder kann eine gute Bachelor- oder Masterarbeit schreiben. Mit einer guten Vorbereitung ist jedes Thema zu bewältigen.

    Wissenschaftliches Arbeiten

    Größter Knackpunkt ist zumeist das wissenschaftliche Arbeiten. Die Arbeit kann nicht in beliebiger Form verfasst werden, stattdessen gilt es akademische Anforderungen zu erfüllen. Hierzu zählt z.B. die Anforderung, dass sämtliche Aussagen, die im Rahmen der Arbeit getätigt werden, wissenschaftlich, d.h. anhand zulässiger Quellen, belegbar sein müssen. Dasselbe gilt für die Verwendung von Zitaten. Hierbei sind Formvorgaben zu beachten. So ist es z.B. im angelsächsischen Raum üblich, dass Studenten im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten ihre Quellenangaben gemäß Harvard Referencing System formulieren.

    Sollte im Rahmen der Arbeit ein Experiment durchgeführt werden, sind ebenfalls spezielle Anforderungen zu erfüllen. Da wäre beispielsweise der Versuchsaufbau, der wiederholbar sein muss, damit andere Wissenschaftler die gewonnenen Daten überprüfen können.

    Ein ganz wichtiger Punkt ist die Konzeption der eigentlichen Arbeit. Sie sollte gemäß der im jeweiligen Wissenschaftsfeld üblichen Konventionen zu erfolgen. Was den Aufbau anbelangt, so können sich beispielsweise natur- und geisteswissenschaftliche Arbeiten erheblich voneinander unterscheiden. Während beispielsweise Naturwissenschaftlicher ihre Beweise anhand mathematischer Berechnungen erbringen, arbeiten Geisteswissenschaftlicher häufig mit Modellen oder statistischen Erhebungen.

    Herausforderung in der Praxis

    Je nach Vorkenntnissen, Hochschule und Studienverlauf verfügen Studierende über höchst unterschiedliche Fähigkeiten im Feld des wissenschaftlichen Arbeitens. Während einige Studenten bestens vorbereitet sind, verfügen andere nicht einmal über das notwendige Grundlagenwissen, um eine solide Wissenschaftsarbeit zu verfassen.

    Diesbezüglich sollte sich niemand darauf verlassen, dass an der Hochschule ausreichendes Wissen vermittelt wurde. Wer dieses Risiko eingeht, begibt sich unter Umständen auf dünnes Eis. Womöglich ist der Betreuer sehr streng und legt eine hohe Messlatte an, sodass unzureichende Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten den Abschluss gefährden können.

    Entsprechend können einige Studenten gut damit beraten sein, ihr bestehendes Wissen zu überprüfen und ggf. zu erweitern. Im Buchhandel ist gute Literatur zu finden, in welcher die wissenschaftliche Arbeitsweise und insbesondere das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten grundlegend vermittelt wird. Wer solche Literatur erwerben möchte, achtet am besten darauf, dass sie auf den jeweiligen Wissenschaftszweig zugeschnitten ist.

    Außerdem empfiehlt es sich immer, das Vorhaben mit dem Betreuer umfassend zu besprechen. Im Gespräch ist zu ermitteln, welche konkreten Vorstellungen der Betreuer hat – nur so ist es überhaupt möglich, diese mit Gewissheit zu erfüllen.

    Einige Studenten lesen im Vorfeld mehrere Wissenschaftsjournale aus dem Themengebiet, in welchem die Abschlussarbeit entstehen soll. Auf diese Weise ist es möglich, ein noch besseres Gefühl für das wissenschaftliche Arbeiten zu entwickeln und sich gleichzeitig typische Formulierungen anzueignen.

    Wer diesen Weg nicht einschlagen möchte oder schlichtweg spät dran ist, kann sich auch Unterstützung vom Profi holen. Das Spektrum an Dienstleistungen rund um Betreuung und sogar die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten ist breit gefächert. Inzwischen gibt es mehrere zuverlässige Anbieter, die Ghostwriting anbieten oder auch Arbeiten redigieren. Sofern hieran Interesse besteht, empfiehlt es sich, eine etablierte Agentur für Ghostwriting und Textcoaching zu wählen.

    Im Detail

    Für die Erstellung einer guten Abschlussarbeit ist es stets erforderlich, das eigentliche Problem einzugrenzen, d.h. dieses zu definieren und anschließend die daraus resultierenden Fragestellungen abzuleiten. Zugleich ist das Themenfeld exakt einzugrenzen, um damit den Rahmen der Arbeit abzustecken.

    Ebenso ist festzulegen, welche Vorgehensweisen und Methoden zur Anwendung gelangen. Im naturwissenschaftlichen Umfeld könnte z.B. ein Laborexperiment geplant sein. Im Feld der Geisteswissenschaften ist wiederum abzustecken, ob eine quantitative oder qualitative Methode zum Einsatz gelangt.

    Von größter Bedeutung ist die Quellenrecherche. Vor allem Bachelor-Studenten unterliegen häufig der Fehlannahme, sie müssten ihre Aussagen vollständig auf Bücher stützen. Im Regelfall bilden Bücher jedoch die Ausnahme. Bedeutsamer sind wissenschaftliche Journale, auf die im Übrigen auch uneingeschränkter Zugriff bestehen muss. So kann beispielsweise Google Scholar wertvolle Hilfe beim Ermitteln entsprechender Arbeiten leisten. Ein separater Zugang wird meist dennoch benötigt, um die Arbeiten vollständig einsehen zu können. Üblicherweise wird dieser von der Hochschule gestellt.

    Tipps für die Praxis

    Wer nicht unter Zeitdruck geraten möchte, beginnt mit seiner Arbeit möglichst früh. Zugleich empfiehlt es sich, lieber täglich in kleineren Blöcken zu arbeiten, als nur an den Wochenenden, um dann größere Blöcke zu erstellen.

    Für ein schnelles Vorankommen ist es hilfreich, nicht sofort nach perfekten Formulierungen zu streben. Besser ist es, die Arbeit erst einmal grob zu erfassen und dann im Nachgang zu verfeinern. Das Setzen korrekter Quellennachweise sollte aber auch in dieser Phase nicht außer Acht gelassen werden, da dies im Nachhinein oft schwieriger und aufwendiger sein kann als das Schreiben an sich.

    Außerdem ist es wichtig, jeden Fortschritt zu speichern. Nach großen Änderungen oder Ergänzungen wird am besten ein neues Dokument erstellt. Backups werden am besten täglich gemacht, allerdings nicht auf demselben Computer. Sicherer ist es, diese extern zu speichern, auf einem entsprechenden Speichermedium oder in der Cloud.


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