Wilhelm Eduard Weber

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    deutscher Physiker; * 24. Oktober 1804 in Wittenberg, † 23. Juni 1891 in Göttingen

    Zusammen mit seinem älteren Bruder Ernst-Heinrich, Professor für Physiologie und Anatomie in Leipzig, stellte Weber noch während seiner Schulzeit Versuche über Wellenbewegungen an. Die Ergebnisse der gemeinschaftlichen Arbeit veröffentlichten die beiden Brüder 1825 unter dem Titel "Wellenlehre, auf Experimente gegründet". Ein Jahr später promovierte der 22-jährige Wilhelm Eduard zum Doktor; 1828 war er bereits Professor der Physik. Noch im gleichen Jahr machte er die Bekanntschaft des Physikers Gauß, der sich seit langem mit magnetischen Untersuchungen befasste.

    Weber ging von Halle nach Göttingen, um zusammen mit Gauß Forschungen zu betreiben. Die Sternwarte und das Physikalische Laboratorium, in denen die Wissenschaftler ihre Experimente unternahmen, lagen eine Viertelstunde voneinander entfernt. Es war aber notwendig, gleichzeitig Beobachtungen anzustellen. Folglich entwickelten die beiden Forscher ein Gerät, das ihnen eine schnelle Verständigung ermöglichte. Gauß und Weber nahmen 1833 den ersten weiterreichenden elektrischen Telegrafen in Benutzung - ein Gerät, das die gesamte Nachrichtentechnik umwälzte. An die Arbeiten von Gauß anknüpfend, veröffentlichte Weber 1846 das epochemachende Werk "Elektrodynamische Maßbestimmungen", in dem er die Einheiten von Spannung, Strom und Widerstand festlegte.

    Politische Ereignisse unterbrachen jäh seine Arbeit. König Ernst August von Hannover enthob sieben Göttinger Professoren, unter ihnen auch Weber, aller Ämter und Würden, weil sie sich geweigert hatten, die verfassungswidrige Ständeversammlung anzuerkennen und den Huldigungseid zu leisten (siehe Göttinger Sieben). Erst ein Jahrzehnt später konnte Weber wieder in Göttingen lehren.

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