Westwerk
Aus WISSEN-digital.de
Querbau, einer längsgerichteten Kloster- oder Bischofskirche vorgelagert. Das Westwerk ist ein selbstständiger, turmartiger Vorbau, meist mit niedriger Durchgangshalle und darüber liegendem, zum Langhaus der Kirche geöffnetem Raum mit Empore (Obergeschoss). Seine monumentale Wirkung erhält er durch einen bekrönenden Turm und die ihn flankierenden zwei Treppentürme.
Das Westwerk stammt aus der karolingischen Architektur und diente dem Kaiser als Herrschaftsempore, der geistlichen Herrschaft aber auch zur Selbstdarstellung (Kurien, Gerichte, Synoden). Das erste nachweisbare Westwerk besaß die Klosterkirche St. Riquier in Centula (790-99). Ein noch heute weitgehend erhaltenes Westwerk befindet sich im Kloster Corvey (873-75 der Klosterkirche angefügt). In der Romanik wurde das Westwerk zum Westbau verändert und überwiegend mit einer Doppelturmfassade (bzw. Dreiturmgruppe) versehen.
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