Venus (Astronomie)

    Aus WISSEN-digital.de

    Unser Nachbarplanet in Richtung der Sonne (benannt nach der römischen Göttin Venus) ist der erdähnlichste aller neun Planeten, zumindest was seine Größe anbelangt. Die Venus besitzt bei einem Durchmesser von 12 400 km (Erde: 12 757 km) rund 93 Prozent der Erdmasse. Ihre Umlaufbahn ist fast kreisförmig. Die Umlaufzeit der Venus um die Sonne beträgt 225 Tage. Wenn die Venus am Morgen vor der Sonne im Osten aufgeht, sehen wir sie als "Morgenstern": Geht sie nach der Sonne langsam im Westen unter, sehen wir sie am Abendhimmel als "Abendstern".

    Die amerikanischen Venus-Raumsonden Mariner und Mangellan (Start 1990) und die russischen Venus-Sonden brachten viele bemerkenswerte Daten über diesen Planeten. Er ist von allen Planeten bisher am besten erforscht. Die Venusatmosphäre besteht zu 97 Prozent aus Kohlendioxid, das an der Planetenoberfläche unter dem Druck von 140 Atmosphären steht. Die Oberflächentemperatur liegt bei 400 °C und kommt wahrscheinlich durch den so genannten Treibhauseffekt zu Stande: Langwellige Infrarotstrahlung wird von der dichten CO2-Atmosphäre eingefangen und kann nicht wieder abgestrahlt werden. So kommt es zur Aufheizung der Planetenatmosphäre. Eine Besonderheit der Venus ist, dass sie sich nicht wie die meisten Planeten unseres Sonnensystems von Westen nach Osten dreht, sondern umgekehrt. Man nimmt an, dass bei der Venus eine Drehumkehr auf Grund der dichten Atmosphäre stattgefunden hat.

    Radaruntersuchungen haben herausgefunden, dass es auf der Venus zwei über tausend Kilometer lange Gebirgszüge geben muss. Sie wurden Alpha- und Beta-Gebirge genannt. Auch Dünenlandschaften wurden entdeckt.

    Kalenderblatt - 12. April

    1911 In der französischen Region Champagne, die für ihren gleichnamigen Schaumwein berühmt ist, gehen die Winzer mit Gewalt gegen Champagner-Plagiate aus anderen Regionen vor. Der Aufstand wird vom Militär beendet.
    1961 Der erste Mensch im All, der sowjetische Astronaut Juri Gagarin, kehrt wohlbehalten auf die Erde zurück.
    1989 Die Demonstrationen und Proteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf zeigen Erfolg. Der deutsche Energiekonzern VEBA hat sich für eine Alternative zur Wiederaufbereitung von Atommüll entschieden. Er will künftig mit der französischen Firma COGEMA zusammenarbeiten.