Tipps gegen Pollen: Besser durch die Heuschnupfensaison kommen

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    Mit den steigenden Temperaturen im Frühling geht es bereits los, die ersten Pflanzen sondern ihre Pollen ab. Damit beginnt für etliche Menschen die Zeit des Heuschnupfens, der ihre Lebensqualität verringert. Für Betroffene ist es wichtig, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und so die Folgen der allergischen Reaktion zu mindern.

    Auslöser sind die Pollen

    Außenstehende können häufig nicht nachvollziehen, wie Betroffene leiden. So harmlos brennende Augen und verstopfte Atemwege auch klingen mögen, sie können eine große körperliche Beeinträchtigung darstellen. Das Brennen der Augen ist meist sehr unangenehm und aufgrund der stopften Atemwege kann besonders nachts das Atmen schwerfallen, was sich negativ auf die Qualität des Schlafs auswirkt.

    Auslöser sind die Pollen. Kommen sie mit den Schleimhäuten des Körpers in Kontakt – also an den Augen sowie in der Nase – drohen heftige Reaktionen. Der Körper regiert falsch, er geht von einer Bedrohung für die Gesundheit aus und fährt die Abwehrkräfte hoch. Die Folge können starke Abwehrreaktionen sein.

    Leider kennt die Medizin immer noch keine wirksamen Mittel, um derartige Abwehrreaktionen vollständig abzustellen. Doch wenigstens können Betroffene selbst Maßnahmen ergreifen, um das Ausmaß der allergischen Reaktion zu mildern.

    Ursachen und Zeiträume kennen

    Zunächst ist es hilfreich, selbst zu wissen, auf welche konkreten Pollen der Körper reagiert. Denn Heuschnupfen ist nicht gleich Heuschnupfen, die konkreten Auslöser können stark variieren. Während z.B. einige Menschen nur auf bestimmte Gräser allergisch reagieren, sind andere betroffen, sobald die Pollen von ausgewählten Bäumen stammen.

    Welche Pollen die Auslöser sind, lässt sich heutzutage leicht feststellen. Ärzte bieten Allergietests (meist den klassischen Prick-Test) an, die genaue Erkenntnisse liefern. Häufig genügt ein Arzttermin, um die Auslöser zu ermitteln.

    Sind diese bekannt, lässt sich besser abschätzen, zu welchen Zeitpunkten allergische Reaktionen drohen. Im Internet stehen verschiedene Allergiekalender bereits, die Auskunft über die Aktivität der einzelnen Pflanzen geben. Ergänzend empfiehlt sich eine eigenständige Dokumentation der Allergiezeiträume.

    Pollen aus dem Weg gehen

    Den besten Schutz vor Heuschnupfen sowie eine Milderung der Symptome besteht darin, den Pollen aus dem Weg zu gehen. Es gibt Tage, an denen die Verbreitung besonders intensiv erfolgt und es besser ist, sämtliche Türen und Fenster geschlossen zu halten. Gelangen die Allergene nicht in den Wohnraum, kann sich der Körper schneller erholen und die Abwehrreaktion drosseln.

    Zugegeben, ein Eindringen der Pollen lässt nicht vollständig verhindern. Allerdings ist es möglich, diese zu erheblichen Teilen abzufangen. Dies geschieht mit einem oder mehreren Luftreinigern. Dies sind Geräte, welche die Raumluft umwälzen und dabei filtern. Ein leistungsstarker HEPA Filter (Abkürzung, die für High Efficient Particulate Air steht) fängt die Pollen ab und hält sie im Gerät zurück. Mittlerweile gibt es Luftfilter, die selbst bei hohem Luftdurchsatz leise laufen und daher auch nachts in Betrieb sein können.

    Ähnliches gibt übrigens auch für den Pkw. Immer mehr Fahrzeuge lassen sich mit speziellen Pollenfiltern ausstatten, die es einmal im Jahr zu wechseln gilt. Der Nutzen kann groß sein, besonders wenn jemand häufig mit dem Fahrzeug unterwegs ist.

    Medikamente parat haben

    Selbst kleinste Mengen an Pollen können bereits allergische Reaktionen hervorrufen. Zur Linderung der Symptome kann es hilfreich sein, abgestimmte Medikamente einzunehmen. Ein gutes Beispiel sind Nasensprays: Sie lassen die Schleimhaut in der Nase abschwellen und ermöglichen dadurch besseres Atmen.

    Doch aufgepasst bei der Auswahl der Medikamente. Gerade bei Nasensprays können Fehler begangen werden, insbesondere durch Wahl solcher Sprays, welche die Schleimhäute zu sehr angreifen. Daher ist es ratsam, zunächst einen Arzt aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Er kann im Bedarfsfall auch verschreibungspflichtige Arznei verschreiben, die oftmals besser wirkt und bei richtiger Anwendung zugleich schonender ist.

    Im schlimmsten Fall den Wohnort wechseln

    Einige Menschen, die besonders betroffen sind, haben sich für einen Wohnortwechsel entschieden. Fakt ist, dass sie Pollenbelastung je nach Region unterschiedlich ausfällt. In bestimmten Gegenden sind einige Pollen nicht anzutreffen oder sie verbreiten sich nicht so gut. Somit kann es in einigen Fällen tatsächlich eine Überlegung wert sein, diesen Schritt zu gehen. Zwar mag er nicht immer leicht fallen, jedoch kann er eine erhebliche Verbesserung der Situation bewirken.

    KALENDERBLATT - 19. August

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