Théophile Gautier
Aus WISSEN-digital.de
französischer Schriftsteller; * 30. August 1811 in Tarbes, † 23. Oktober 1872 in Neuilly-sur-Seine
Gautier ging zunächst nach Paris, um Maler zu werden, kam aber unter dem Einfluss der Romantik Victor Hugos zur Dichtung. Er wurde Literatur- und Kunstkritiker zum Broterwerb. Reisen führten ihn nach Spanien, Italien, in den Orient und nach Russland. Seit 1856 leitete er das literarische Feuilleton des "Moniteur". Auch seine Tochter Judith Gautier (1846-1917) war eine begabte Dichterin exotischer Lyrik ("Livre de Jade").
Gautier entfernte sich bald von der Romantik und wurde durch seine Anschauung, dass Kunst Triumph des Denkens über die widerstrebende Form sei, sowie seine technische Virtuosität Wegbereiter des "l´art pour l´art"-Gedankens und Lehrmeister der Parnassiens.
Von seinen Romanen ist "Kapitän Fracasse" der bedeutendste. Gautier erneuert darin den Roman comique Scarrons.
Weitere Werke: "Mademoiselle de Maupin" (Roman,1835), "Emaillen und Kameen" (Gedichte, 1852), "Der Roman der Mumie" (1858) u.a.
Kalenderblatt - 17. Mai
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