Snowboard

    Aus WISSEN-digital.de


    Snowboard ist eine junge Wintersportart, bei der der Sportler mit beiden Beinen auf einem 1,20 bis 1,80 Meter langen Brett steht und den Hang hinunter gleitet. Wettkampfdisziplinen sind Slalom, Riesenslalom, Super G, Halfpipe, Big Air und Snowboard Cross. Olympische Disziplinen sind Parallel-Riesenslalom und Halfpipe.

    Disziplinen

    Riesenslalom

    Modus: Wie bei den alpinen Wettbewerben geht ein Rennen über zwei Durchgänge (beide neu gesteckt). Für den zweiten Durchgang qualifizieren sich jeweils die schnellsten 15 Frauen und 25 Männer; gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge.

    Die Piste: Der Hang muss eine Höhendifferenz von 200 bis 400 m aufweisen. Die Tore, bestehend aus einer kurzen und einer langen Stange sind immer bei der kurzen Stange zu umfahren.

    Halfpipe

    Wettbewerb mit Sprüngen in einem Schneekanal in der Form einer halben Röhre.

    Modus: Qualifikationsrunde (zwei Läufe), in der sich jeweils die besten sechs Frauen und zehn Männer direkt qualifizieren. In zwei Finalläufen wird der Sieger ermittelt.

    Die Kampfrichter müssen für die Wertung der Athleten den jeweiligen Schwierigkeitsgrad selbst einschätzen (von normal bis schwierig). Pro Kategorie können jeweils 10 Punkte vergeben werden. Durch Addition der einzelnen Werte ergibt sich die Gesamtpunktzahl für den Athleten. Sieger ist der mit der höchsten Anzahl an Punkten.

    Punkteabzüge gibt es bei Gebrauch der Hand zur Stabilisierung und bei Stürzen.

    Wertungskriterien: Es zählen Vielfalt, Schwierigkeit und Ausführung der Tricks, Sprünge und Manöver.

    Wertungskategorien: Standardmanöver, Rotationen, Amplitude, Landung, Technischer Wert.

    Snowboard-Cross

    Diese Disziplin verbindet verschiedene Elemente des Snowboardens.

    Modus: In der Qualifikation fahren die Teilnehmer einzeln auf Zeit, anschließend fahren die 16 schnellsten Frauen bzw. die 32 schnellsten Männer nach K.o.-System die Plätze aus. Dabei treten jeweils vier Athleten im direkten Duell an. Die beiden Schnellsten jedes Laufs kommen in die nächste Runde.

    Die Piste: In einem künstlich angelegten Parcours müssen Steilkurven (Banks) durchfahren, Sprünge bewältigt und Bodenwellen ausgeglichen werden.

    Geschichte

    Die Geschichte des noch jungen Sports geht zurück auf den Amerikaner Sherman Oppen, der 1965 eine Sportartikelfirma zur Herstellung eines Plastik-Snowboards überredete. Gut zehn Jahre später erstellte Burton Carpenter, ebenfalls Amerikaner, ein Board mit Wasserski-Bindungen.

    Der Ursprung der heutigen Trend-Sportart liegt also in den Vereinigten Staaten. Erst Mitte der Achtziger wurde von der ISF (International Snowboard Federation) die erste WM ausgetragen.

    1995 nahm das IOC Snowboard ins olympische Programm auf. Nagano 1998 bedeutete die Premiere mit den Einzeldisziplinen Riesenslalom und Halfpipe (Männer und Frauen),

    Bis zu seiner Insolvenzanmeldung 2002 gab es einen eigenen Profiverband, den ISF, der aber nicht Mitglied im Internationalen Skiverbandes (FIS) war und dessen Sportler nicht olympisch starten durften; seine Nachfolgeorganisation ist die World Snowboard Federation. Die deutschen Snowboarder wurden 2002 aus dem Deutschen Skiverband (DSV) ausgegliedert und sind seitdem mit einem eigenen Verband unter dem Dach des DSV vertreten.