Schleswig-Holsteinischer Krieg

    Aus WISSEN-digital.de

    Auseinandersetzung zwischen Dänemark und Österreich-Preußen um den Besitz der Elbherzogtümer, ausgebrochen 1864 nach der Auflehnung der schleswig-holsteinischen und deutschen Patrioten gegen die dänische Verfassung von 1863; mit den Mitteln der alten Kabinettspolitik von Bismarck gesteuert und zur Festigung der Machtstellung Preußens inszeniert.

    Nachdem Dänemark den Vorschlag Bismarcks (Anerkennung des Glücksburgers in allen Teilen des dänischen Reiches, aber Zurücknahme der Verfassung von 1863) zurückgewiesen hatte - unter dem Vorwand der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung gemäß den Verfügungen des Londoner Protokolls - wurde Österreich zur Teilnahme gezwungen, unter Umgehung der deutschen und schleswig-holsteinischen Volksbewegung und der Erbansprüche des Augustenburgers; nach der Niederwerfung des dänischen Widerstandes (Erstürmung der Düppeler Schanzen und Besetzung der Insel Alsen) wurde im Frieden von Wien der Verzicht Dänemarks auf Schleswig-Holstein und auf das 1815 vom Wiener Kongress zugesprochene Lauenburg erzwungen; im Vertrag von Gastein (1865) wurde Holstein Österreich und Schleswig Preußen zugeteilt, Lauenburg durch Geldentschädigung für Preußen erworben.

    Entzweiung zwischen Österreich und Preußen in der Frage des Austausches Holsteins gegen die schlesische Grafschaft Glatz oder gegen Beihilfe bei der Durchsetzung österreichischer Ansprüche gegen Italien (Austausch von Preußen abgelehnt, Geheimbündnis mit Italien angebahnt); der Konflikt führte zum Eintreten Österreichs für den Augustenburger und zum Ausbau Kiels als Kriegshafen durch die Preußen; Österreich rief die Entscheidung des Deutschen Bundes an, Preußen erklärte die Berufung als Verstoß gegen den Gasteiner Vertrag, annektierte Holstein und trat aus dem Deutschen Bund aus; die österreichisch-preußische Auseinandersetzung erfolgte im Deutschen Krieg 1866.

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