Raphael Eduard Liesegang
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deutscher Chemiker und Fabrikant; * 1. November 1869 in Wuppertal, † 13. November 1947 in Homburg vor der Höhe
trat nach dem Schulbesuch bei Fresenius in Wiesbaden und dem Chemiestudium an der Freiburger Universität in die Photografische Lehranstalt von Cronenberg in Grönenbach (Allgäu) ein. Seine Laboratoriumsarbeiten führten bald zu praktischen Ergebnissen, die der von seinem Großvater 1854 in Wuppertal-Elberfeld gegründeten Firma Ed. Liesegang zugute kamen. Die Firma war 1878 nach Düsseldorf übergesiedelt. Mit Liesegangs Ausscheiden aus der praktischen Mitarbeit war die Übergabe der Fabrik fotografischer Papiere an die Farbenfabriken (vorm. Friedr. Bayer & Co.) in Leverkusen und des Fotografischen Verlags an seinen früheren Leiter verknüpft. Die Firma wandte sich jetzt der Herstellung von Projektionsapparaten zu.
1890 veröffentlichte er eine Schrift über "Beiträge zum elektrischen Fernsehen". 1896 entstand der so genannte Universal-Projektionsapparat mit optischer Bank. Drei Jahre später folgte der Bau des Janus-Epidiaskops. Liesegangs Forschungstätigkeit trat ab 1907 in den Vordergrund, als er sich von der technischen und industriellen Betätigung innerhalb des Betriebes zurückgezogen hatte.
Er wurde zum Ehrendoktor der Philosophie von der Gießener Universität und zum Ehrendoktor der Medizin von der Frankfurter Universität ernannt. Außerdem wurde er Mitglied der Kaiserlich-Leopoldinisch-Carolinisch-Deutschen Akademie der Naturforscher und Leiter des Institutes für Kolloidforschung der Johann Wolfgang von Goethe-Universität, Frankfurt a. M. Er ist unter anderem der Entdecker der nach ihm benannten periodischen Niederschlagsreaktionen in Gelen, der Liesegangschen Ringe.
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