Ost-West-Konflikt

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    Mit Ost-West-Konflikt bezeichnet man die Spannungen nach dem zweiten Weltkrieg zwischen den ehemaligen Westalliierten und den demokratisch orientierten Nationen auf der einen und der UdSSR und ihren kommunistisch orientierten Verbündeten auf der anderen Seite.

    Der amerikanische Marshallplan zum Wiederaufbau Westeuropas einschließlich der westlichen Besatzungszonen Deutschlands und die Gründung des Kominform im September 1947 führten zu einer Verschärfung des Konflikts. Mit der Bildung der beiden Deutschen Staaten und der Gründung der NATO war die Spaltung in zwei feindliche Blöcke vollzogen. Es kam zur militärischen Frontstellung der NATO gegen den Warschauer Pakt. Der Konflikt wurde im Zuge der Reformpolitik Gorbatschows (ab 1985) und dem Zerfall der UdSSR (seit 1990) abgebaut. Vielfach Synonym für den "Kalten Krieg".

    Wichtige Eckdaten des Konfliktes sind: Berliner Blockade (Juni 1948 - Mai 1949); Koreakrieg (Juni 1950-Juli 1953); Berlinkrise mit Bau der Berliner Mauer (13. August 1961); Vietnamkrieg (1946-1975); ungarischer Volksaufstand (1956); Kubakrise (1962);

    Willy Brandts Ostpolitik in den 1970er Jahren, die unter anderem zur Einrichtung der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) mit der Schlussakte von Helsinki 1975 führte; dadurch wurde eine erste Entspannung des Krieges ausgelöst;

    80er Jahre Verschärfung des Konfliktes durch zunehmenden Rüstungswettlauf. Die Gefahr eines Atomkrieges stieg.

    1989/90 Einsetzen der Entspannungspolitik unter Michael Gorbatschow und seiner Perestroika- und Glasnostpolitik; Auflösung des Konfliktes 1989/90 mit dem Zusammenbruch der UdSSR und anhaltenden Demokratie- und Unabhängigkeitsbestrebungen der so genannten Ostblockstaaten; 9. November 1989 Fall der Berliner Mauer mit Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland am 3. Oktober 1990.

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