Mariendarstellung

    Aus WISSEN-digital.de

    bildliche Darstellungen Marias, der Mutter Jesu. Die hieratisch strenge, sitzende Gottesmutter (Nikopoia) - mit frontal im Schoß thronendem Kind - der byzantinischen wie romanischen Kunst war bis in die Gotik hinein in der Plastik und Bildhauerei vorherrschend. Danach wandelte sich die Marienauffassung: Die stehende Madonna im Typ der Hodegetria (das Kind auf Marias linkem Arm) wurde bevorzugt.



    Maria wurde "Unsere liebe Frau", mit inniger werdender Beziehung zum Kind, das Kind verspielter. Der weiche Stil um 1400 bildete einen Höhepunkt dieser Entwicklung mit den "Schönen Madonnen". Die Malerei bevorzugte in kleinformatigen Tafelbildern die Marienidylle (Maria im Paradiesgärtlein, Maria im Rosenhag).

    Die italienische Malerei des 13. und 14. Jh.s hatte eine Vorliebe für die Maestà (eine thronende Madonna, das Kind seitlich auf dem Schoß, umgeben von Engeln und Heiligen), die des 15. Jh. für die Sacra Conversazione (Maria mit Kind und Heiligen im Gespräch).

    Die Madonna in himmlischer Sphäre mit Wolken und Putten hatte den gleichen apokalyptischen Ursprung wie der im Barock vorherrschende Typ der Immaculata (Maria auf der Mondsichel). Aus den seit dem 12. Jh. auch bekannten zyklischen Darstellungen einzelner Szenen des Marienlebens verselbstständigten sich schließlich solche Figuren wie die der Schmerzensmutter (Mater dolorosa) mit einem oder sieben Schwertern in der Brust und die der Pietà (Vesperbild), die trauernde Maria, auf dem Schoß der Leichnam Christi.

    Im 14. und 15. Jh. kam - aus dem mittelalterlichen Rechtsleben abgeleitet - Maria immer häufiger als Schutzmantelmadonna vor.

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