Malaysia

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    Geografie

    Malaysia liegt in Südostasien und besteht aus zwei Landesteilen: Westmalaysia liegt im Süden der Halbinsel Malakka (im Norden Grenze zu Thailand), Ostmalaysia nimmt mit den Provinzen Sarawak und Sabah den nordwestlichen Teil der Insel Borneo (Kalimantan) ein. Der restliche Teil von Borneo gehört zu Indonesien. Die Landesteile sind durch das Südchinesische Meer etwa 600 km getrennt. Insgesamt umfasst die Staatsfläche 329 759 km², damit ist das Land etwas kleiner als Deutschland.

    Auf der Halbinsel Malakka verlaufen mehrere Gebirgsketten von Norden in Richtung Süden, die Ausläufer des hinterindischen Gebirges darstellen. Der höchste Gebirgszug erreicht eine Höhe von 2 190 m (Tahan). In Richtung Küste gehen die Gebirge in Hügelländer über, denen weite, versumpfte Küstenebenen folgen. Die Südspitze der Halbinsel Malakka ist überwiegend flach.

    Schwemmlandebenen kennzeichnen auch die Küsten der malaiischen Provinzen Sarawak und Sabah auf Borneo. Zur Inselmitte hin steigt das Land bis auf Höhen von 2 423 m (Gunong Murud, Sarawak) bzw. 4 101 m (Kinabalu) an.

    Die Hauptstadt Kuala Lumpur liegt im Westen der Halbinsel Malakka im Bundesstaat Selangor.

    Klima

    In beiden Landesteilen Malaysias herrscht tropisch-feuchtwarmes Klima mit gleichbleibend hohen Temperaturen das ganze Jahr über. Der Durchschnittswert liegt in der Hauptstadt Kuala Lumpur zwischen 26 °C und 28 °C. In den höheren Lagen sind die Temperaturen etwas niedriger und liegen zwischen 17 °C und 19 °C. Es herrscht sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die Niederschläge fallen das ganze Jahr über. An den Küsten werden zwischen 2 000 mm und 4 000 mm, in den Gebirgen bis zu 6 000 mm gemessen.

    Flora und Fauna

    Mehr als zwei Drittel der Landesfläche Malaysias sind von immergrünem Regenwald bedeckt, der oberhalb von ca. 800 m in Berg-, dann in Nebelwald übergeht. Die Baumgrenze liegt bei ungefähr 3 500 m. Die Waldbestände in Sabah und Sarawak auf Borneo gehören zu den ältesten Urwaldflächen weltweit. Durch Abholzung und Brandrodungsfeldbau werden die Bestände jährlich dezimiert. An den Küsten Malaysias finden sich große Mangrovenwälder.

    Ebenso artenreich wie die Pflanzen- ist auch die Tierwelt. Weit verbreitet sind Gibbons, Makaken, Malaienbären sowie zahlreiche Reptilien wie z.B. Kobras und Pythons. Seltenere Tierarten sind Elefanten, Tiger, Nebelparder, Gold- und Marmorkatze und Leoparden. Auf Borneo lebt der als stark gefährdete Tierart eingestufte Orang-Utan. Ebenfalls gefährdet ist das Sumatra-Nashorn. Zur artenreichen Vogelwelt gehören unter anderem Nashornvögel, Beos, Papageien, Fasane und Eulen.

    Bevölkerung

    Rund 25,4 Millionen Menschen leben in Malaysia, etwa 80 % von ihnen auf der malaiischen Halbinsel; dort befinden sich auch die am dichtesten besiedelten Gebiete. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in den Städten. Mit Abstand die größte Stadt ist Kuala Lumpur als Wirtschaftszentrum Malaysias mit rund 1,46 Millionen Einwohnern.

    Mehr als 50 Ethnien leben im Land. 65,1 % der Bevölkerung sind Malaiien. Größte ethnische Minderheit sind Chinesen, die etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Der Rest besteht aus Indern und einheimischen Völkern wie z.B. den Orang Asli, zu denen eine Gruppe von altmalaiischen Völkern gezählt wird, die heute noch als Jäger und Sammler in den Regenwäldern leben. Ethnische Minderheiten auf Borneo sind z.B. die Iban in der Provinz Sarawak und die Kadayan in Sabah. Auf Borneo ist der Bevölkerungsanteil der Malaien wesentlich niedriger als auf der malaiischen Halbinsel.

    Die Malaien sind überwiegend Anhänger des Islam sunnitischer Ausprägung, der Islam ist Staatsreligion. Zweitgrößte Religionsgemeinschaft bilden mit rund 17 % die Buddhisten, gefolgt von Christen und Hindus mit jeweils etwa 7 % Anteil an der Bevölkerung. Auch Naturreligionen sind verbreitet. Die offizielle Amtssprache ist Malaiisch (Bahasa Malaysia), Englisch und Chinesisch sind weit verbreitet. Englisch ist auch als Verkehrs- und Bildungssprache von Bedeutung. Weiter werden unter anderem Tamil und Iban gesprochen.

    Sozial- und Gesundheitswesen sind vor allem in den Städten Malaysias gut ausgebaut. Das Bevölkerungswachstum liegt bei 1,8 %, rund ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Die mittlere Lebenserwartung beträgt 70 Jahre. Für Kinder besteht eine elfjährige Schulpflicht bei kostenlosem Schulbesuch; 87 % der Malaien können lesen und schreiben.

    Politisches System

    Der Staatenbund Malaysia besteht aus 13 Bundesstaaten (negeri-negeri) und ist gemäß der Verfassung von 1957 eine föderalistische Wahlmonarchie im britischen Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist der König ("Yang di-Pertuan Agong"; seit Dezember 2006 König Mizan Zainal Abidin). Er wird als einer der neun erblichen Herrscher (Sultane) von der Konferenz der Fürsten gewählt, zu der - abgesehen von den neun Sultanen - noch Vertreter der vier weiteren Bundesstaaten gehören. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre. Der König ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

    Die Legislative liegt beim Parlament (parlimen), das aus zwei Kammern besteht: dem Repräsentantenhaus mit 219 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem Senat mit 70 Mitgliedern, von denen 44 vom König und der Rest von den Parlamenten der Bundesstaaten ernannt werden. Die Amtszeit der Senatoren beträgt sechs Jahre, die der Mitglieder des Repräsentantenhauses fünf Jahre. Der Premierminister (seit 2003 Abdullah Ahmad Badawi) als Chef der Regierung führt das Kabinett. Er wird vom König als Vertreter der stärksten Partei im Parlament ernannt und ist dem Parlament verantwortlich.

    Dominante politische Gruppierung in Malaysia ist das Parteienbündnis "Nationale Front", dem insgesamt 14 Parteien angehören. Die bedeutendsten davon sind UMNO (United Malays National Organization), MCA (Malay Chinese Association) und MIC (Malayan Indian Congress). Das Parteienbündnis bildete seit 1957 alle Regierungskoalitionen. Zu den Oppositionsparteien gehören unter anderem die PAS (Parti Islam Semalaysia) und die DAP (Democratic Action Party).

    Wirtschaft

    Malaysia gehört zu den so genannten "Tigerstaaten" aufgrund seiner schnellen Entwicklung zur Industrienation seit 1970. Durch die "New Economic Policy" (NEP, seit 1991 "National Development Policy", NDP) ist das Land heute die drittreichste Nation in Südostasien. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre verzeichnete Malaysia eine der weltweit höchsten Wachstumsraten (durchschnittlich 8,7 %). Durch die Asienkrise 1998 verlangsamte sich das wirtschaftliche Wachstum deutlich, erreichte aber 2005 wieder 5,2 %.

    Die Landwirtschaft trägt nur noch gut 7 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und beschäftigt jeden sechsten Erwerbstätigen. 35 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird von Plantagen eingenommen, auf denen Kautschuk, Kakao und Palmöl produziert werden. Bei allen drei nimmt Malaysia eine führende Stellung in der Weltproduktion ein. Für den Eigenbedarf werden überwiegend von Kleinbauern vor allem Reis, Zuckerrohr, Tee, Ananas, Kokosnüsse und Tabak angebaut. Eine bedeutende Rolle spielt die Holzwirtschaft, beim Export von Nutzhölzern hat Malaysia auf dem Weltmarkt eine Spitzenposition inne. Allerdings wird der Holzeinschlag reduziert, um die Bestände an ursprünglichem Regenwald zu schützen. Mehrere tropische Edelholzarten wurden ganz vom Export ausgeschlossen. Auch der Fischfang spielt eine bedeutende Rolle.

    Malaysia verfügt über Vorkommen an hochwertigem Erdgas und Erdöl. Für den eigenen Energiebedarf wird importiertes Rohöl, Kohle, Wasserkraft und nach wie vor Brennholz genutzt. Weitere vorhandene Bodenschätze sind z.B. Zinn, Kupfer, Eisenerz, Bauxit und Gold. Die Industrie erwirtschaftet die Hälfte des BIP und beschäftigt über ein Drittel aller Erwerbstätigen. Hoch entwickelt sind Automobil-, Hightech- und Elektroindustrie. Traditionelle Industriezweige sind die Nahrungsmittel, Gummi und Öl verarbeitende sowie die Textilindustrie und die Holzverarbeitung. Die industriellen Zentren liegen (bis auf die chemischen Betriebe) an der Westküste der malaiischen Halbinsel.

    Die wichtigsten Handelspartner sind Japan, Singapur und die USA. Maschinen und Fahrzeuge machen mehr als zwei Drittel des gesamten Exports aus, weiter werden Fertigwaren und industrielle Vorprodukte ausgeführt. Importiert werden Maschinen, chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel und Kraftstoffe.

    Der Tourismus spielt als Deviseneinnahmequelle ebenfalls eine Rolle. Die Infrastruktur des Landes ist unterschiedlich weit entwickelt, auf der malaiischen Halbinsel gibt es ein gut entwickeltes Straßen- und Schienennetz. Insgesamt stehen rund 98 500 km Straße zur Verfügung, von denen rund 51 000 km befestigt sind. Bei Kuala Lumpur gibt es einen internationalen Flughafen, der sich inzwischen zu einem Drehkreuz für Flüge nach Australien und Ozeanien entwickelte.

    Währung ist der Ringgit.

    Malaysia

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    Persekutuan Tanah Malaysia
    Amtssprache Malaiisch (Bahasa Malaysia)
    Hauptstadt Kuala Lumpur
    Staatsform föderalistische Wahlmonarchie im britischen Commonwealth of Nations
    Fläche 329.759 km²
    Einwohner 26.100.000
    Währung Ringgit
    Zeitzone Indo-China-Time (UTC+8)
    KFZ-Kennzeichen MAL
    Internet-TLD .my
    Telefonvorwahl 0060

    KALENDERBLATT - 27. Juli

    1794 Der französische Revolutionsführer Maximilien Robespierre wird gestürzt, nachdem er radikal dafür gesorgt hatte, alle Feinde der französischen Revolution der Guillotine zu übereignen. Er war als Vorsitzender des allmächtigen Wohlfahrtsausschusses für eine beispiellose Terrorgesetzgebung verantwortlich. Einen Tag nach seinem Sturz kommt er selbst unter die Guillotine.
    1894 Es kommt zum Krieg zwischen China und Japan, bei dessen Ende im April 1895 China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen muss.
    1955 Der Österreichische Staatsvertrag tritt in Kraft, in dem Österreich von den Alliierten als "souveräner und demokratischer Staat" in den Grenzen vom 1. Januar 1938 anerkannt wird.



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