Julius von Eckardt

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    baltendeutscher Publizist; * 1. August 1836, † 20. Januar 1908

    Nach dem Studium wurde der in Wohnar geborene Eckardt Sekretär beim livländischen evangelisch-lutherischen Konsistorium in Riga. Er befasste sich viel mit den baltischen politischen Problemen, setzte sich vor allem für den Zusammenschluss der Ostseeprovinzen ein. Politischer Druck veranlasste ihn 1867, nach Leipzig zu gehen, wo er mit Gustav Freytag die "Grenzboten" herausgab (bis 1870). Seit 1882 stand er im preußischen diplomatischen Dienst.

    Eine Auswahl seiner Arbeiten zur livländischen Geschichte: "Die baltischen Provinzen", "Baltische und russische Kulturstudien", "Livland im 18. Jahrhundert". Eckardts Lebenserinnerungen sind ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte.

    Kalenderblatt - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).