Joachim Kaiser

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    deutscher Musik-, Theater- und Literaturkritiker; * 18. Dezember 1928 in Milken, † 11. Mai 2017 in München

    Kaiser studierte in Göttingen, Frankfurt am Main und Tübingen Musikwissenschaft und Germanistik. Nach seiner Promotion schrieb er für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wie auch für die "Süddeutsche Zeitung", ab 1959 war er leitender Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung". 1977 kam zu seiner publizistischen Tätigkeit ein Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart (bis 1996). Wie Martin Walser und Marcel Reich-Ranicki war Kaiser Mitglied der Gruppe '47.

    Kaiser erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der Theodor-Wolff-Preis (1966 und 2010), der Johann-Heinrich-Merck-Preis (1970), der Salzburger Kritikerpreis (1973), der Ludwig-Börne-Preis (1993) und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1993).

    Werke: "Erlebte Musik" (1977), "Wie ich sie sah ... und wie sie waren. Zwölf kleine Porträts" (1985), "Erlebte Literatur" (1988), "Leben mit Wagner" (1990), "Kaisers Klassik. 100 Meisterwerke der Musik" (1997), "Harenberg. Das Buch der 1 000 Bücher" (2002) u.a.

    Kalenderblatt - 27. Juli

    1794 Der französische Revolutionsführer Maximilien Robespierre wird gestürzt, nachdem er radikal dafür gesorgt hatte, alle Feinde der französischen Revolution der Guillotine zu übereignen. Er war als Vorsitzender des allmächtigen Wohlfahrtsausschusses für eine beispiellose Terrorgesetzgebung verantwortlich. Einen Tag nach seinem Sturz kommt er selbst unter die Guillotine.
    1894 Es kommt zum Krieg zwischen China und Japan, bei dessen Ende im April 1895 China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen muss.
    1955 Der Österreichische Staatsvertrag tritt in Kraft, in dem Österreich von den Alliierten als "souveräner und demokratischer Staat" in den Grenzen vom 1. Januar 1938 anerkannt wird.