Jan van Eyck

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    niederländischer Maler; * um 1390 in Maaseyck, † 9. Juli 1441 in Brügge

    Der Bruder des Hubert van Eyck gilt neben dem Meister von Flémalle als der bedeutendste niederländische Maler am Beginn der nordeuropäischen Renaissance. Seit 1425 war van Eyck Hofmaler Philipps des Guten von Burgund, für den er verschiedene Reisen unternahm. Seit 1430 hielt er sich meist in Brügge auf.


    Gegen seinen Bruder Hubert, der zwar ein bedeutender Maler war, aber noch stark verwurzelt in der Kunst des 14. Jahrhunderts, erwies sich Jan als der geniale Neuerer, der die mittelalterliche Tradition hinter sich ließ. In seinen Farben findet eine Bereicherung der Technik durch die Kombination von Tempera- und Ölfarben statt, wenn er auch nicht der einzige Erfinder der Ölmalerei war, für den er lange Zeit gehalten wurde. In seiner Licht- und Raumbehandlung schuf er die Grundlage für die niederländische Malerei der Folgezeit.

    In Jan van Eycks frühe Schaffenszeit, vor 1424, fällt die Mitarbeit am so genannten Turin-Mailänder Stundenbuch; einige der Miniaturen (um 1417-24, Turin, Museo Civico) sind ihm mit höchster Wahrscheinlichkeit zuzusprechen. Er erweist sich darin als einer der wesentlichen Mitbegründer des nachmittelalterlichen Realismus.

    Van Eycks bedeutendstes Werk ist der Genter Altar, 1432 datiert, der als Gründungswerk der neuzeitlichen Malerei nördlich der Alpen gilt. Die Stifterbildnisse gelten als die ersten wirklich bedeutenden Porträts der nordeuropäischen Malerei, in den Gestalten Adams und Evas gelangen van Eyck die ersten hervorragenden Aktfiguren.

    Werkauswahl: Madonna in der Kirche (um 1425, Berlin, Staatliche Museen); Mann mit Turban (1433, London, National Gallery); Madonna des Kanzlers Rolin (1435, Paris, Louvre); Madonna des Kanonikus van der Paele (1436, Brügge, Stedelijk Museum); so genannte Madonna von Lucca (Frankfurt, Städel); so genannte Arnolfini-Hochzeit (1434, London, National Gallery); "Der Mann mit der Nelke" (Berlin, Staatliche Museen); "Kardinal Niccolò Albergati" (Wien, Kunsthistorisches Museum).


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