Hugo Chávez Frías

    Aus WISSEN-digital.de

    venezolanischer Politiker; * 28. Juli 1954 in Sabatena, Bundesstaat Barinas, † 5. März 2013 in Caracas

    begeisterter Anhänger des südamerikanischen Freiheitshelden Simón Bolívar, gründete 1982 die Bolivarianische Revolutionäre Bewegung (MBR), aus der 2007 die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) hervorging. Chávez war als Offizier 1992 Anführer eines gescheiterten Putsches gegen den damaligen Präsidenten Pérez. Nach zwei Jahren Gefängnis begnadigt, gründete er seine eigene Partei, die Movimiento Quinta Republica (MVR, Bewegung Fünfte Republik), mit deren Hilfe er sich an die Spitze des Polo Patriótico, eines linken Parteienbündnisses, setzen konnte.

    1998 wurde Chávez zum Präsidenten seines Landes gewählt. Durch Sondervollmachten und mehrmalige Verfassungsänderungen erweiterte er in den folgenden Jahren seinen Einflussbereich und ließ sich 2000 im Amt bestätigen. Ein Amtenthebungsverfahren im selben Jahr scheiterte ebenso wie ein Putschversuch zwei Jahre später und ein gegen ihn gerichtetes Referendum für vorgezogene Neuwahlen im August 2004. Insgesamt wurde er dreimal in Folge wiedergewählt (2000, 2006, 2012). Über die demokratische Legitimation von Hugo Chávez’ Amtszeit wird kontrovers diskutiert.

    2005 proklamierte Chávez den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" als Gegenmodell zum Neoliberalismus. Chávez' Wirtschaftspolitik betraf v.a. den Umbau der Ölindustrie, bei dem auch amerikanische Ölgesellschaften finanzielle Einbußen erleiden mussten, und die Förderung einer Revitalisierung der OPEC mit dem Ziel einer Erhöhung des Rohölpreises. Dadurch, und durch seinen demonstrativen Schulterschluss mit dem kubanischen Staatschef Fidel Castro, brachte Chávez die USA gegen sich auf. Der Politiker ließ sich darüber hinaus wiederholt auch zu persönlichen Beleidigungen hinreißen.


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