Huang T'ing-chien

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    chinesischer Dichter; * 28. Juli 1045 in Hsiu-shui, Provinz Kiangsi, † 8. November 1105 in I-chou, Provinz Kwangsi

    Huang gehört zu den wichtigsten Dichtern Chinas. Er war Dichter, Gelehrter, Kaligraf und Beamter.

    Er bestand 1067 die Staatsprüfungen in der Hauptstadt K'aifeng in der Provinz Honan. Huang war drei Jahre lang Polizeichef der Stadt Yeh-hsien in der Provinz Honan und 1072 bis 1079 Professor an der Kaiserlichen Akademie der nördlichen Hauptstadt in Ta-ming in der Provinz Hupeh. Von 1080 bis 1083 war er Kreisvorsteher von T'ai-ho und von 1084 bis 1085 Amtmann der Garnison von Tep'ing. Im Jahr 1085 berief ihn der Kaiser Hui-tsung als Historiker in die Hauptstadt. Dort war Huang in verschiedenen Positionen tätig. 1091 kehrte er nach dem·Tod seiner Mutter in die Heimat zurück.

    Durch seine Kritik an den Reformen des Wang wurde er zur Verbannung aus dem Reichsinneren verurteilt und musste seinen Wohnsitz im heutigen P'eng-shui in der Provinz Szechwan nehmen. Später wurden ihm noch mehrere andere Verbannungsorte in derselben Provinz zugewiesen. Im Februar 1100 kam er in den Genuss einer Amnestie, doch Huang beachtete weiterhin verschiedene behördliche Gebote nicht, wurde erneut einiger Ämter enthoben und im April 1103 nach I-chou in die Provinz Kwangsi verbannt. Dort starb er am 8. November 1105 im 61. Lebensjahr.

    Huang T'ing-chiens Verse sind durchsetzt mit Zitaten früherer Meister. Er erhebt das Zitat zum Kunstprinzip, indem er versucht, ihm im neuen Zusammenhang einen frischen Geist zu verleihen oder es zu variieren. Im Abendland blieb der Dichter so gut wie unbekannt, nicht zuletzt auf Grund der Komplexität und Schwierigkeit seines Stils.

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