Heinrich III. (Hl. Römisches Reich)

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    deutscher König und römisch-deutscher Kaiser; * 28. Oktober 1017 in Osterbeck, Geldern, † 5. Oktober 1056 in Bodfeld im Harz

    Regierungszeit 1039-1056; 1026 erreichte der Salier Konrad II. die Wahl seines Sohnes Heinrich zum Nachfolger in der Königswürde. Als der Vater 1039 in Utrecht nach einem Italienzug starb, übernahm sein Sohn die Regierung des Heiligen Römischen Reiches und des Königreiches von Burgund. Heinrich III. war ein überzeugter Anhänger der cluniazensischen Reform, die sich die Neuordnung der Klöster, den Kampf gegen die Simonie und gegen die Priesterehe zur Aufgabe gemacht hatte.

    Mit der Ausweitung der kaiserlichen Macht ging bei ihm das Bestreben Hand in Hand, der Kirche neuen sittlichen Gehalt zu geben und das Papsttum zu erneuern. Entscheidend war sein Eingreifen im päpstlichen Schisma in Rom; dazu fühlte er sich als Stellvertreter Gottes auf Erden berufen. Drei Päpste, Benedikt IX., Silvester III. und Gregor VI., stritten sich um den Heiligen Stuhl. Heinrich III. erreichte auf den Synoden von Sutri und Rom 1046 die Absetzung aller drei Päpste und bestimmte Bischof Suitger von Bamberg aus sächsischem, mit den Saliern verwandtem Grafengeschlecht, zum Nachfolger, der den Namen Clemens II. annahm und die Kaiserkrönung Heinrichs III. vollzog. Auch die Bistümer des Reiches besetzte Heinrich mit Reformgeistlichen.

    Heinrich III. band Böhmen wieder fest an das Reich und zwang den Arpadenkönig in Ungarn zur Anerkennung der Oberlehnsherrschaft. Sein früher Tod 1056, als sein Sohn Heinrich IV. erst sechs Jahre alt war, stürzte das Reich in eine Krise.


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