Gerd von Rundstedt

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    deutscher General; * 12. Dezember 1875 bei Halberstadt, † 24. Februar 1953 bei Celle

    Rundstedt wurde preußischer Kadett, bestand sein Fähnrichsexamen und trat 1892 in das Infanterie-Regiment Nr. 83 in Kassel ein. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war er als Hauptmann Generalstabsoffizier in der 22. Reserve-Divison. Bei Kriegsende war er Oberstleutnant und Chef des Generalstabes des XV. Armeekorps im Westen.

    Nach dem Ersten Weltkrieg setzte Rundstedt seine militärische Karriere fort und wurde schließlich Oberbefehlshaber des Heeresgruppenkommandos I in Berlin. Im Dritten Reich protestierte Rundstedt bei Hitler gegen die Entlassung des Generalobersten von Fritsch. Er empfand das Vorgehen Hitlers in der Frage des Einmarsches in Österreich und der Eingliederung des Sudetenlandes als moralisch verwerflich und sicherheitspolitisch lebensgefährlich. 1938 bat er schließlich um seinen Abschied. Hitler, der Rundstedt gegenüber stets überaus höflich auftrat, beförderte ihn zum Generalobersten und entsprach seinem Wunsch.

    Im Rahmen der Mobilmachungsmaßnahmen wurde er bereits im Sommer 1939 wieder reaktiviert. Nach der Eroberung Polens wurde Rundstedt zum Oberbefehlshaber Ost ernannt. Doch in dem von der Wehrmacht besetzten Teil Polens etablierte sich eine deutsche Zivilverwaltung, deren Ausschreitungen Rundstedt nicht dulden wollte. Er verbat sich jede Einmischung des Reichsführers SS und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, und wurde - nach entsprechenden Auseinandersetzungen - auf eigenen Wunsch versetzt. Er kam als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A an die deutsche Westgrenze und griff mit der Heeresgruppe Frankreich an. Rundstedt wurde am 19. Juli 1940 zum Generalfeldmarschall befördert.

    Als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd nahm er am Krieg gegen die Sowjetunion teil. Nach Differenzen mit Hitler wegen des militärischen Vorgehens bat Rundstedt, ihn vom Oberbefehl zu entbinden. Hitler entließ ihn umgehend in die Führerreserve. Doch bereits im März 1942 beorderte Hitler den Generalfeldmarschall von Rundstedt von der Führerreserve nach Frankreich: Er wurde Oberbefehlshaber West und gleichzeitig Oberbefehlshaber der Heeresgruppe D, aber bald wieder abgelöst. Anfang September 1944 holte Hitler ihn erneut: Rundstedt wurde - fast 70 Jahre alt - wieder Oberbefehlshaber West und sollte die "Ardennenoffensive" führen. Die Operation, die als "Rundstedt-Offensive" in die Geschichte einging, blieb nach Anfangserfolgen stecken. Im März 1945 ging Rundstedt endgültig in den Ruhestand. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, wurde 1949 daraus entlassen und starb am 24. Februar 1953 bei Celle an einem Herzleiden.

    Rundstedt hatte nach dem Attentat auf Hitler den Vorsitz des "Ehrenhofs" der Wehrmacht übernommen, der die der Beteiligung an dem Anschlag verdächtigen Offiziere aus der Wehrmacht ausstieß.

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