Dimitri Schostakowitsch

    Aus WISSEN-digital.de

    russischer Komponist; * 25. September 1906 in St. Petersburg, † 9. August 1975 in Moskau

    Datei:Schostak.jpg
    Dmitri Schostakowitsch

    Schostakowitsch studierte an der Musikhochschule von Petrograd/ Leningrad, beendete 1923 den pianistischen Lehrgang des Instituts und 1925 auch das Studium der Komposition. Am 12. Mai 1926 wurde in Leningrad seine Erste Symphonie erfolgreich uraufgeführt. Die Teilnahme am Chopin-Wettbewerb konnte er 1927 für sich mit einem Ehrendiplom abschließen.

    Ende der zwanziger Jahre war Schostakowitsch einige Zeit als Konzertpianist tätig; dann widmete er sich hauptsächlich der Komposition. Es entstand 1934 die Oper "Lady Macbeth von Mzensk", die zunächst positiv vom Publikum aufgenommen, staatlicherseits vom Stalin-Regime durch den "Prawda"-Artikel "Chaos statt Musik" (1936) öffentlich gebrandmarkt wurde. Seit dieser Zeit lebte Schostakowitsch in beständiger Angst, einer der Säuberungswellen unter den Künstlern zum Opfer zu fallen. Trotzdem unterrichtete er von 1937 bis 1958 an den Konservatorien von Leningrad und Moskau. Sein Liedzyklus "Aus jüdischer Volksdichtung" von 1948 konnte erst 1963 uraufgeführt werden.

    Nach dem Tod Stalins brachte die Liberalisierung der staatlich gelenkten Kulturszene auch für Schostakowitsch zahlreiche staatliche Preise und Einfluss in den Kulturgremien. Er wurde von zahlreichen ausländischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Seine Werke widmete er so wichtigen Persönlichkeiten wie Swjatoslav Richter und Emil Gilels (Klavier), M. Rostropowitsch (Violoncello), D. Oistrach (Violine) und dem Dirigenten Jewgeni Mravinski, die auch viele seiner Kompositionen uraufführten.

    Werke: "Die Nase", Oper; Ballette; Bühnenmusiken; Filmmusiken; 15 Symphonien (Nr. 1 f-Moll, op. 10; Nr. 2 H-Dur, op. 14, "Widmung an den Oktober"; Nr. 3 Es-Dur, op. 20, "Der 1. Mai"; Nr. 4 c-Moll, op. 43; Nr. 5 d-Moll, op. 47; Nr. 6 h-Moll, op. 54; Nr. 7 C-Dur, op. 60, "Leningrader"; Nr. 8 c-Moll, op. 65; Nr. 9 Es-Dur, op. 70; Nr. 10 e-Moll, op. 93; Nr. 11 g-Moll, op.103, "Das Jahr 1905"; Nr. 12 d-moll, op. 112, "Das Jahr 1917"; Nr. 13 b-Moll, op. 113; Nr. 14, op. 135; Nr. 15 A-Dur, op.141); Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester, op.35; Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur, op. 102; 2 Violinkonzerte (1. a-Moll, op. 99; 2. cis-Moll, op. 129); 2 Violoncellokonzerte (1. Es-Dur, op. 107; 2. op. 126); 15 Streichquartette; Klaviermusik; Kammermusik; Lieder u.a.


    Drama, Drama ...

    Wissen oder nicht wissen ... das ist hier die Frage! Wie gut kennen Sie sich aus auf den Brettern, die die Welt bedeuten?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 19. März

    1921 Russland und Polen unterzeichnen einen Friedensvertrag.
    1953 Der Bundestag billigt die deutsch-alliierten Verträge, die später Deutschlandvertrag genannt werden. In ihnen wird das Ende des Besatzungsstatus und die Wiedererlangung der Souveränität geregelt.
    1956 Die Bundesrepublik erlässt das Soldatengesetz, in dem die Forderungen an eine demokratische Armee dargelegt werden.