Csárdás

    Aus WISSEN-digital.de

    (ungarisch)

    ungarischer Volkstanz, benannt nach der Csárda, den ungarischen Bauernschänken. Er entstand aus dem Heiduckentanz des Mittelalters und wurde um 1835 in den Ballsälen Ungarns getanzt. Er wird auf einen stark akzentuierten Rhythmus ausgeführt, auf einen 2/4- oder 4/4-Takt. Besonders charakteristisch sind die Einwärtsdrehung der Schritte und das Zusammenschlagen der Stiefelabsätze. Er beginnt mit einem melancholischen, langsamen Teil, dann folgt der wilde Paartanz, der eigentliche Csárdás, der von Soli der Männer unterbrochen wird. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der Csárdás in der Operette, die das ungarische Klischee gerne bediente. Berühmt ist der Csárdás in J. Strauß' Operette "Die Fledermaus" von 1874.


    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 14. November

    1877 Uraufführung des norwegischen Gesellschaftsstücks "Die Stützen der Gesellschaft" von Henrik Ibsen in Odense.
    1899 In der Samoa-Konvention regeln Deutschland und Großbritannien die Besitzverhältnisse über die in der Südsee liegenden Samoa-Inseln.
    1918 Der Rest der deutschen Schutztruppen kapituliert in der Kolonie Deutsch-Ostafrika.