Johann Strauß (Sohn)

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    österreichischer Komponist; * 25. Oktober 1825 in Wien, † 3. Juni 1899 in Wien

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    Johann Strauß (Sohn)

    Eine musikalische Laufbahn wurde Strauß von seinem Vater J. Strauß, der als Musiker bereits einen Namen hatte und sich im Geburtsjahr des Sohnes von der Kapelle Joseph Lanners trennte, um ein eigenes Orchester zusammenzustellen, zunächst verwehrt, obwohl sich die Begabung des Jungen sehr bald zeigte. Die Mutter ließ dem Kind Violinunterricht geben, später erhielt er bei Josef Drechsler Kompositionsunterricht. 1844 gründete er seinerseits eine eigene Kapelle; im selben Jahr brachte er auch seinen ersten Walzer, "Sinngedichte", heraus.

    Auf zahlreichen Tourneen bis in die Vereinigten Staaten wurde Strauß als "Walzerkönig" mit seinem Orchester zum führenden kulturellen Repräsentanten Österreichs. Eine Freundschaft verband ihn unter anderem mit J. Brahms, der einer Dame auf ihren Fächer, auf dem eine Straußsche Melodie zu sehen war, "leider nicht von mir" geschrieben haben soll.

    Erst 1864 wurde er zum Hofballmusikdirektor ernannt, obschon er mit der Musik zum Hofball schon seit 1853 betraut war. 1854 bis 1868 gab Strauß jeden Sommer Gastspiele in Russland. 1862 heiratete er Henriette Chalupetzky.

    Das Jahr 1870 wurde für Johann Strauß sehr wechselvoll: Seine Mutter und sein Bruder Josef starben. Seiner Frau gelang es trotzdem, ihn davon zu überzeugen, Operetten zu komponieren. Sein erstes Werk "Die lustigen Frauen von Wien" wurde nie aufgeführt und ist verschollen. Mit "Indigo" errang er 1871 seinen ersten Bühnenerfolg. 1872 führte er eine USA-Tournee durch, die ihm dort weiterreichende Popularität einbrachte.

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    Denkmal für Johann Strauß; Volkspark Wien

    Im Winter 1877/78 mit der Leitung der Pariser Opernbälle beauftragt, wurde ihm das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion verliehen. 1878 starb seine Frau, und Strauß heiratete im Herbst des Jahres die Sängerin Angelika Diettrich (gestorben 1919). Die Ehe war nicht glücklich und dauerte nur einige Jahre. Nach der Scheidung heiratete Strauß 1887 nach Annahme der Coburg-Gothaischen Staatsbürgerschaft und Übertritt zum evangelischen Glauben in Coburg die verwitwete Schwiegertochter eines Bankiers, der zufälligerweise auch Strauß hieß, nämlich Adele Deutsch, verwitwete Strauß (gestorben 1930).

    Das kompositorische Schaffen von Strauß umfasst etwa 500 Werke, darunter 16 Operetten. 1874 folgte "Die Fledermaus". Die Berliner Uraufführung von "Eine Nacht in Venedig" (1883) verursachte einen Theaterskandal, in Wien fand das Werk jedoch begeisterte Zustimmung. 1885 folgte "Der Zigeunerbaron" sowie weitere Operetten, die unterschiedlich starken Anklang fanden.


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