Bernhard Grzimek

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    deutscher Zoologe; * 24. April 1909 in Neisse, Schlesien, † 13. März 1987 in Frankfurt am Main


    Studium der Veterinärmedizin und Zoologie in Leipzig; nach dem Weltkrieg baute Bernhard Grzimek den Zoologischen Garten in Frankfurt am Main wieder auf, dessen Direktor er bis 1974 war. Seit 1956 moderierte er die Fernsehsendung "Ein Platz für Tiere", ein Forum, das seine Mahnungen und Forderungen einem breiten Publikum zugänglich machte. 1978 wurde er Präsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858; ab 1981 Honorarprofessor der Lomonossow-Universität Moskau.

    Grzimeks Engagement galt an erster Stelle dem Erhalt bedrohter, frei lebender Tiere und damit der Vermehrung und Ausweitung von Naturparks in der ganzen Welt, richtete sich aber auch gegen den Missbrauch von Nutztieren in der Massentierhaltung, z.B. in den "Legebatterien". Um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen, scheute er nie Mühe, Kosten oder provozierende Vergleiche (er bezeichnete Legebatterien als "Hühner-KZ"). Auf Grzimeks Drängen geht auch die Gründung verschiedener Nationalparks in Afrika und die Förderung des "Fototourismus" zurück.

    Seine aufklärenden und wissenschaftlichen Bücher wurden große Erfolge, einige sogar Bestseller, und für seinen Afrikafilm "Serengeti darf nicht sterben" erhielt Bernhard Grzimek 1960 den Oscar.

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