Armenier

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    Eigenbezeichnung: Haikh;

    indogermanisches Volk (rund sieben Millionen Menschen) im Gebiet zwischen der Türkei, Georgien, Aserbaidschan und Iran; ungefähr die Hälfte des armenischen Volksstammes lebt heute in der Republik Armenien. Die armenische Sprache gehört zu den indoeuropäischen Sprachen.

    Geschichte

    Altes Kulturvolk des Vorderen Orients. Die Armenier wanderten um 1000 v.Chr. aus Thrakien vor allem in die heutige Republik Armenien ein und gründeten ein Reich mit wechselvollem Schicksal; errichteten um 300 n.Chr. die erste christliche Nationalkirche mit einem Katholiken an der Spitze und übernahmen die (im Westen unterdrückte) monophysitische Lehre. Im Türkenreich wurden die Armenier ihres Glaubens wegen in blutigen Massakern fast ausgerottet (zuletzt 1894-1896, 1915-1918 und 1921; über eine Million Tote, etwa 250 000 nach Syrien deportiert, 250 000 flohen nach Transkaukasien). Heute wohnen nur noch wenige Armenier auf türkischem Gebiet. Als Kaufleute und Geldverleiher waren die Armenier seit alters in der ganzen Levante tätig.

    Kalenderblatt - 19. Mai

    1536 König Heinrich VIII. von England lässt seine Frau Anna Boleyn zum Tode verurteilen und hinrichten.
    1899 Eröffnung der ersten Haager Friedenskonferenz, bei der kein bestimmter Krieg beendet, sondern Wege der friedlichen Konfliktbewältigung erörtert werden sollten.
    1949 Der Bayerische Landtag stimmt über das Grundgesetz ab und lehnt es als einziges Bundesland ab. Das Grundgesetz tritt trotzdem in Kraft, da es nur einer Zustimmung von zwei Dritteln der westdeutschen Ländern bedarf.