Anaerobier

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    (griechisch: an, "nicht", aer, "Luft" und bios, "Leben"; "ohne Luft lebend")

    auch: Anaerobionten;

    Organismen, die dauernd oder auch nur zeitweise ohne molekularen Sauerstoff (O2) leben können. Erstere bezeichnet man auch als obligate Anaerobier, letztere als fakultative Anaerobier (Aerobier). Der Vorgang, ohne Sauerstoff leben zu können, wird als Anaerobiose bezeichnet.

    Nicht ganz eindeutig wird die Definition für die obligaten Anaerobier gehandhabt. Manche unterscheiden hier zwischen strengen Anaerobiern, die schon bei gerinster Sauerstoffkonzentration absterben, und den moderaten Formen, die noch eine geringe Konzentration tolerieren, ohne zu sterben oder zu wachsen.

    Allgemein werden die Anaerobier in zwei Gruppen unterteilt:

    a) Organismen, die bei Vorkommen von Sauerstoff ihren Stoffwechsel über die Atmung mit O2 versorgen und beim Fehlen von Sauerstoff auf den anaeroben katabolen Stoffwechsel umschalten können, und

    b) lufttolerante Organismen, die auch bei anwesendem Luftsauerstoff wachsen können, die aber keine eigene Atmung besitzen, sondern nur einen Gärungsstoffwechsel betreiben, wie z.B. die Milchsäurebakterien.

    In der Zoologie werden alle fakultativen Anaerobier, die eine anaerobe Periode überleben können, als solche angesehen, ohne das Wachstum oder die Art des Stoffwechsels dabei zu berücksichtigen. Zu den obligaten Anaerobiern zählen verschiedene endoplasmatisch lebende Wirbellose, wie der Spulwurm oder der Große Leberegel. Anaerobier findet man im Wasser oder im Bodenschlamm. Vertreter der Anaerobier sind ferner Hefen, Bakterien, Trematoden, Anneliden, Molusken (Weichtiere) und verschiedene Elasmobranchier (Knorpelfische).

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