Zytoplasma

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch: kytos, "Höhlung" und plasma, "Gebilde")

    auch: Cytoplasma, Zellleib;

    Der Zellleib besteht aus einer zähflüssigen Substanz, dem Zytoplasma, das von einer dünnen Haut, der Zellmembran (Membrana cellularis), umgeben ist. Im Zytoplasma befinden sich neben dem Grundplasma (Hyaloplasma) auch verschiedene mikroskopisch kleine Organe, die sogenannten Zellorganellen, die in Aufbau und Funktion unterschiedlich sind.

    Zytoplasma einer Pflanzenzelle unter dem Mikroskop

    Zellorganellen sind das endoplasmatische Retikulum (raues und glattes ER), der Golgi-Apparat (zuständig für Anreicherung und Transport von Sekreten), Zytosome (enthalten Verdauungsenzyme), Peroxisome (enthalten Katalasen und Peroxidasen), Mitochondrien (zuständig für die Energiegewinnung) und bei pflanzlichen Zellen noch die Chloroplasten (Fotosynthese) und die Zellsaftvakuole. Zudem sind im Zytoplasma noch die Ribosomen (genetischer Code) und die Zentriolen enthalten.

    Das Zytoplasma füllt mit Ausnahme der Zellorganellen den gesamten Innenraum der Zelle aus. Es setzt sich aus einer wässrigen Salzlösung (Zytosol) zusammen und unterscheidet sich damit von der Lösung auf der Außenseite der Zelle. In den feinen Spalten, die die Zellen voneinander trennen (Interstitium), ist der Natriumgehalt relativ hoch, der Kaliumgehalt dagegen niedrig, während innerhalb des Zytoplasmas der Zustand umgekehrt ist. Hier befinden sich außerdem lösliche Enzyme (Eiweiß), die als Katalysatoren für Stoffwechselreaktionen dienen. Im Zytoplasma laufen nicht nur Energiegewinnungsprozesse ab, sondern auch die Protein-, die Fettsäure- und die Glykogensynthese. Das Zytosol enthält zudem verschiedene RNS-Moleküle (10 bis 20 Prozent der RNS einer Zelle), Aminosäuren, Lipide, Proteine, Zucker, Nucleoside, Nukleotide, Salze und andere Stoffwechselprodukte.

    In der Regel nimmt das Zytoplasma einen großen Teil der Gesamtzelle ein; es gibt aber Ausnahmen wie ruhende Lymphozyten, bei denen der Zytoplasmaanteil nur bis zu 20 % beträgt und der Rest des Volumens vom Zellkern eingenommen wird.



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