Vielseitigkeitsprüfung
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auch: Vielseitigkeit, früher: Military;
Einleitung
Die Vielseitigkeitsprüfung ist ein Teilbereich des Reitsports (Einzel- und Mannschaftswettkämpfe). An drei aufeinander folgenden Tagen müssen Mensch und Tier zu Dressur, Geländeprüfung und Parcourspringen antreten. Es kann hierbei zwischen Kurzprüfung und "Großer" Vielseitigkeitsprüfung unterschieden werden.
Regeln in Kürze
Der dreitägige Wettkampf beginnt mit der Dressur am ersten Tag. Am zweiten Tag steht die Geländeprüfung an, in deren Zentrum die Bewältigung einer mit Naturhindernissen ausgestatteten Strecke steht. Bei der "Großen" Vielseitigkeitsprüfung werden vor einer solchen (auch Q-Strecke oder Cross-Country-Course genannten) Querfeldeinstrecke zusätzlich zwei Wegestrecken und eine Rennbahn abgeritten. Am dritten Wettkampftag steht mit dem Parcourspringen die dritte Teildisziplin auf dem Programm (siehe Springreiten). Gewertet wird in allen Prüfungen nach Strafpunkten, Sieger ist der Teilnehmer mit der geringsten Strafpunktzahl.
Geschichte
Die Vielseitigkeitsprüfung ist, wie ihr früherer Name "Military" sagt, eine Erfindung des Militärs und seiner damaligen Bedürfnisse. Sie entstand aus dem Ausbildungsprogramm der Kavallerie.
Bei der olympischen Premiere 1912 in Stockholm (auch mit Mannschaftswettbewerb) durften nur Offiziere teilnehmen, ab Antwerpen (1920) auch so genannte Herrenreiter. Frauen sind in die Mannschaften integriert und nahmen erstmals 1964 in Tokio teil.
Die Vielseitigkeitsprüfung ist vor allem wegen des Geländeritts, der die Pferde oft überfordert, umstritten. Bei den Olympischen Spielen in Athen (2004) blieb deshalb die Geländeprüfung auf eine rund 6 km lange Strecke beschränkt.
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