Vermittlungstechnik
Aus WISSEN-digital.de
Abk.: VT,
Allgemeines
Vermittlungstechnik bezeichnet die Gesamtheit der Geräte- und Anlagenausstattung sowie der Verfahren bzw. die Hard- und Software, die für den Aufbau, den Verlauf und die Beendigung der Verbindung zwischen Kommunikationspartnern, z.B. in Vermittlungsstellen, erforderlich ist. Aufgabe der Vermittlungstechnik ist, das beliebige, zeitweilige Zusammenschalten von Nachrichtenverbindungen - das Vermitteln - zu gewährleisten. Vermittlungsstellen (VSt) sind dabei Orte in einem Kommunikationsnetz, wo Daten in verschiedene Richtungen nach Maßgabe von Steuerinformationen wechseln können. Die Vermittlungstechnik wird mit einem konkreten technischen System - dem Vermittlungssystem - realisiert. Kennzeichnend für Vermittlungssysteme ist die jeweils verwendete Technik, die auf der Verwendung bestimmter Bauelemente oder Prinzipien beruht, beispielsweise EMD-Wähler, Heb-Dreh-Wähler, Klappenschrank, Reed-Relais, Viereckwähler.
Einteilung
Das Gebiet der Vermittlungstechnik lässt sich nach technischen oder nach anwendungsspezifischen Merkmalen einteilen:
- nach dem Vermittlungsverfahren: Leitungsvermittlung oder Speichervermittlung (Paketvermittlung oder Zellenvermittlung; Ziel ist hierbei, die Vorteile der Leitungs- und Paketvermittlungstechnik unter Umgehung der Nachteile in der Zellenvermittlung zu kombinieren) *nach dem Koppelprinzip: raumgeteilte Vermittlung, zeitgeteilte Vermittlung*nach der Signalform: analoge Vermittlung, digitale Vermittlung*nach der zu vermittelnden Informationsart: z.B. Breitbandvermittlung, Datenvermittlung, Fernsprechvermittlung, Telexvermittlung.==Leistungsmerkmale==
Die Vermittlungstechnik ist in großen landesweiten Kommunikationsnetzen sowohl räumlich als auch funktionell hierarchisch strukturiert (Nebenstellenzentrale, Ortszentrale, Fernzentrale). Sie stellt ein historisch gewachsenes, großes Investitionsvolumen dar. Folglich erfordert der Übergang zu einer technisch neuen Generation einen entsprechend langen Zeitraum. Wesentliche Punkte der Entwicklung der Vermittlungstechnik sind die Verbesserung der Leistungsmerkmale für Benutzer und Betreiber, z.B. das Makeln, die Rufumleitung zu anderen Endstellen, das Anklopfen bei besetzter Endstelle, die Dateneingabe über einen Fernsprecher, die Integration von Sprach- und Datenverkehr zu multimedialen Systemen, Schaltung von Hochgeschwindigkeitskanälen für Informationsübertragungen, Einführung des zellorientierten Übertragungsverfahrens ATM für Breitband-ISDN-Netze, Übertragung von digital codierten Informationen jeder Art (Standbilder, Bewegtbilder, Sprache, Musik, Daten) über ein und denselben Weg.
Magazin - Neue Artikel
Themen
Ludwig XIV.
Ein typischer Vetreter des höfischen Absolutimus ist der französische König Ludwig XIV. .
Schädel
Beim Aufbau des Schädels unterscheidet man zwischen Gesichts- und Gehirnschädel.
Igel
Im Oktober ist es wieder soweit: Der Igel hält seinen Winterschlaf bis zum Frühlingsmonat April.
Libyen
Der nordafrikanische Staat Libyen gilt als höchstentwickelter Staat Afrikas.
Kalenderblatt vom 27. Mai
| 1832 | Zum Hambacher Fest treffen sich etwa 30 000 Anhänger liberaler Politik, um für einen republikanischen deutschen Einheitsstaat in einem konföderierten Europa zu demonstrieren. |
| 1847 | Die "Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Actiengesellschaft" (HAPAG) wird gegründet. |
| 1919 | Dem amerikanischen Korvettenkapitän Albert Cushion Reed gelingt mit seiner Besatzung die erste Atlantiküberquerung (Richtung West-Ost) in einem Flugzeug. |
Neue und aktualisierte Artikel
Südsudan - Arabischer Frühling - Fabel - Eulen - Winston Churchill - Johannes Paul II. - Blaumeise - Beutelmeise - Volkszählung - Triathlon - Fidel Castro




