Verismus

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(italienisch: Verismo; von italienisch: vero, "wahr")

  1. naturalistische Richtung in der italienischen Literatur (G. Verga) und Musik (P. Mascagni, R. Leoncavallo).
  2. Bezeichnung für eine krass realistische Darstellungsweise besonders in der deutschen Kunst des frühen 20. Jh.s. (O. Dix, G. Grosz). Ihr eigentliches Ziel ist das Aufzeigen gesellschaftlicher und sozialer Missstände.
  3. Stilrichtung der Oper ab 1890 in Anlehnung an die Prinzipien des Naturalismus in Drama, Literatur und bildender Kunst. Der Verismus bevorzugt realistische Bühnenhandlungen auch mit Figuren aus unteren sozialen Schichten, wobei die Musik das Milieu nachzuzeichnen versucht. Typische Mittel sind Rückgriff auf Volksmusik und das Imitieren von Leierkästen, Glocken etc. unter Zuhilfenahme des Orchesters und seiner vielfach aufgefächerte Klangfarben. Veristische Anklänge gibt es bereits in Opern von G. Verdi ("La Traviata", 1853) und G. Bizet ("Carmen", 1875). Hauptwerke: "Cavalleria rusticana" von P. Mascagni (1890) und "I pagliacci" von R. Leoncavallo (1892). Weitere Werke: "Adriana Lecouvreur” von F. Cilea, "Andrea Chenier” von U. Giordano sowie teilweise "La fanciulla del West" und ""Il tabarro" von G. Puccini.


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